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Als die finnischen Sulake Labs das "Hotel Goldfisch" vorstellten, war die Begeisterung groß, allerdings nur in Finnland, denn ohne die entsprechenden Sprachkenntnisse wird man an habbohotel.fi nicht viel Spass haben. So war es Als Zielgruppe geben die Betreiber englischsprachige 14 bis 20-jährige Jugendliche an, und tatsächlich sind die meisten Besucher auch in dieser Altersgruppe, allerdings wird auf Habbo Hotel mittlerweile auch viel auf Spanisch und Französisch gechattet - Hauptsprache bleibt aber Englisch. Wer sich in Fremdsprachen nicht so sicher fühlt, kann auch mal die schweizer Variante unter habbohotel.ch ausprobieren. Hier wird vorrangig deutsch gesprochen - allerdings ist die Zahl der Besucher auch deutlich geringer. Bei der Anmeldung erstellen neue Besucher eine virtuelle Figur (genannt Habbo), die sich frei in den Chaträumen bewegen kann. Und so einfach geht auch die Kontaktaufnahme: man setzt sich zu anderen Habbos, sagt "Hi!" und es kann losgehen. Die erste Frage, die einem gestellt wird, ist meist ein freundliches "asl?". Das steht für "Age, Sex, Location" - die Anwort darf ruhig ebenso knapp sein, z.B.: "18/m/de". Andere gängige Kürzel lernt man recht schnell und die Umgangsformen sind ungezwungen. Hierin unterscheidet sich Habbo Hotel nicht von den meisten anderen Chatrooms. Was In Finnland hatte der Sponsor der ursprünglichen Version, der Telekommunikationskonzern Elisa, sogar einmal eine Fernsehwerbung produziert, die nur aus einer vom Bildschirm abgefilmten Szene im Habbo Hotel bestand. Genial einfach - und wirkungsvoll! Um Habbo Hotel zu besuchen, braucht man das Shockwave Player Plugin, der Shockwave Flash Player, den fast jeder schon installiert hat, reicht nicht aus. Ansonsten ist der Zugang sehr einfach und problemlos - wenn die Server nicht gerade mal wieder überlastet sind, was vor allem am frühen Abend schon mal passieren kann. Für einen ersten Besuch sollte man sich die besonders schön gestalteten öffentlichen Räume ansehen. Hier kann man schnell andere Habbos kennen lernen, und erste Kontakte knüpfen. Interessanter sind jedoch die "privaten" Räume, wo rund um die Uhr Parties steigen. Viele dieser Räume haben bestimmte Themen, von Gruftie-Parties (engl. "Goth") bis zum Lesbencafé ist alles zu finden, was einem auch nur entfernt interessieren könnte. Der Grund ist einfach: jeder kann solche "privaten" Räume anlegen, allerdings gehört zu einer richtigen Ausstattung auch etwas Mobiliar, und das gibt es nicht umsonst. Keine Sorge, ein voll möbliertes Zimmer bekommt man ab ca. 3 - 4 Euro, und man kann auch mit anderen Habbos tauschen oder Möbel bzw. Credits bei virtuellen Spielen gewinnen. Problematischer ist, dass es für Deutschland noch kein funktionierendes Zahlungssystem gibt, so dass unsereins auf Tauschgeschäfte und Gewinnspiele angewiesen ist. Aber auch ohne eigenen Raum kann man natürlich viel Spass haben. Chatten und Flirten darf man auch umsonst, und dafür kommt man ja schließlich in's Habbo Hotel. Sascha Leib |
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