Sozialpolitik studieren
Sozialpolitik
Die Sozialpolitik ist ein interdisziplinäres Feld, das sich alleine durch ein rein politikwissenschaftliches Studium kaum abdecken lässt. Deshalb gibt es das Masterprogramm Sozialpolitik, das Elemente aus der Politikwissenschaft mit der Soziologie, der Ökonomie, der Rechtswissenschaft und der Gesundheitswissenschaft verknüpft. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die Entwicklung des Sozialstaats und der Zivilgesellschaft zu analysieren, den Einfluss der Globalisierung auf die europäischen Staaten zu betrachten oder die Sozialpolitik internationalen Vergleichen zu unterziehen.
Inhalte im Studium
An diesen Inhalten sollten Sie ein persönliches Interesse mitbringen, damit Ihnen das Studium möglichst gut gelingt.
Politik
Psychologie
Sozialwissenschaften
Kommunikation
Für wen ist ein Studium Sozialpolitik geeignet?
Kommunikation 75% Sozialwissenschaften 85% Politikwissenschaften 90%Zum Studium Sozialpolitik kann zugelassen werden, wer ein sozialwissenschaftliches Erststudium auf Bachelor-Niveau erfolgreich abgeschlossen hat, idealerweise mit einer sozialpolitischen Ausrichtung. Studieninteressierte sollten ein tiefgreifendes Interesse an der Forschung im Bereich der empirischen Sozialforschung und Statistik aufweisen. Da die Vorlesungen je nach Studiengang teilweise in englischer Sprache abgehalten werden, sind Englischkenntnisse auf B2-Niveau häufig Voraussetzung für die Zulassung. Eine analytische Arbeitsweise hilft außerdem, das Studienziel zu erreichen.
Welche Studieninhalte erwarten mich?
Das Masterstudium Sozialpolitik dauert in der Regel vier Semester und ist praxisorientiert strukturiert. Zu den typischen Inhalten gehören:
- sozialwissenschaftliche Sozialpolitikanalyse
- international vergleichende und europäische Sozialpolitik
- Governance und Steuerung
- öffentliche Verwaltung und Sozialmanagement
- Ungleichheit und Gerechtigkeit
- Arbeitsmarktpolitik in der EU
- Gesundheitsökonomie
Die Studierenden können sich im Rahmen von Studienschwerpunkten auf bestimmte Bereiche spezialisieren, beispielsweise auf „Gesundheitssystem und -politik“ oder „European Labour Studies“. Häufig wird das Studium durch ein Auslandssemester und/oder ein Forschungspraktikum in einer wissenschaftlichen oder sozialpolitischen Institution oder Organisation begleitet. Die Vorlesungen werden oftmals nicht nur in deutscher Sprache abgehalten, sondern auch in Englisch.
https://www.youtube.com/watch?v=QxffqR1I8z0Studiengänge Sozialpolitik
Das Angebot an sozialpolitischen Studiengängen ist in Deutschland eher gering, ebenso wie die Anzahl der zugelassenen Studenten und Studentinnen.
Karriere und Gehalt mit einem Sozialpolitik-Studium
Mit dem Master in Sozialpolitik qualifizieren sich die Studierenden insbesondere für eine Tätigkeit in der wissenschaftlichen Forschung. Mögliche Arbeitgeber sind beispielsweise:
- Institutionen und Organisationen der sozialen Sicherung
- Forschungseinrichtungen in den Bereichen Wohlfahrtsstaats- und Sozialpolitikforschung
- Stabsbereiche der kommunalen oder staatlichen Verwaltung (national und international)
- Hochschulen
- Ministerien
- Wohlfahrtsverbände
- Bürgerassoziationen
Neben Forschungstätigkeiten kommt hierbei auch eine Tätigkeit als Referent oder wissenschaftlicher Sachbearbeiter in Frage. Weitere Aufgabenfelder finden sich in der Politikberatung, den Public Relations oder im Projektmanagement.
Grundsätzlich liegt das Einstiegsgehalt für die Absolventen und Absolventinnen dieses Studiengangs bei rund 3.000 bis 3.500 Euro monatlich. Wie hoch die Verdienstchancen im Laufe der Zeit klettern, hängt von der bekleideten Position ab. Als politischer Berater sind je nach Ebene 5.000 bis 10.000 Euro drin. Auch eine politische Karriere ist natürlich möglich, die auf Bundesebene ebenfalls bis zu 10.000 Euro ausmachen kann. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter verdienen Masterabsolventen etwa 5.000 bis 6.000 Euro monatlich.
Entstehen besondere Kosten in den Sozialpolitik-Studiengängen?
In politikwissenschaftlichen Studiengängen wird den Studierenden gewöhnlich bereits zu Beginn nahegelegt, mindestens eine überregionale Zeitung regelmäßig zu lesen und zu abonnieren. Für ein Jahres-Abonnement muss mit Kosten von etwa 20 bis 30 Euro pro Monat gerechnet werden.