WG-Leben via Paysafecard regeln - klappt das?

Wer studiert und gerade dabei ist, sich sein eigenes Leben aufzubauen, zieht häufig von zu Hause in eine WG oder eine kleine Wohnung. Wer sich für ersteres entscheidet, profitiert von Vorteilen wie weniger Einsamkeit und geringeren Kosten. Trotzdem will auch das WG-Leben irgendwie finanziert werden und hier stellt sich die Frage: Kann das mit den beliebten Paysafecards funktionieren? Um was es sich bei diesem Zahlungsmittel genau handelt und wie es genutzt wird, lesen Sie jetzt.

Paysafecard fungiert als elektronisches Zahlungsmittel in über 46 Ländern

 

Obwohl es in den letzten Jahren leicht rückläufig ist, floriert das WG-Leben bei Studenten hierzulande nach wie vor. So lebten in diesem Jahr laut einer aktuellen Erhebung aus Juli rund 4,89 Millionen Personen ab 14 Jahren zusammen mit anderen in einer WG – zum Vergleich: Anno 2015 waren es lediglich 4,11 Millionen gewesen.

Ein Grund für das WG-Leben zusammen mit anderen Studenten ist die enorme Kostenersparnis im Vergleich zum Single-Haushalt. Dennoch fallen auch in einer Wohngemeinschaft regelmäßig Ausgaben zum Beispiel für die Miete, Essen, Strom, Internet und gemeinsame Aktivitäten an. 

Da etlichen Studenten die gern genutzte Paysafecard aus dem Alltag ein Begriff ist, stellt sich in diesem Kontext die Frage: Kann das populäre elektronische Prepaid-Zahlungsmittel auch dafür herhalten, das WG-Leben zu regeln? Eine Karte mit entsprechendem PIN bzw. Code im Gegenwert von 10 bis 100 Euro kann in über 650.000 Verkaufsstellen erworben werden, darunter Kioske, Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte.

Welche Vorteile und welche Nachteile bietet die Nutzung der Paysafecard?

Das Problem an der Paysafecard ist, dass sie originär dafür konzipiert worden ist, im Internet damit zu bezahlen. So gibt es beispielsweise jede Menge Online Casinos mit Paysafecard, wobei hier mehr dazu nachgelesen werden kann. Demnach gehören zu den bekanntesten Anbietern unter anderem NetBet, Karamba und William Hill. In einer Online Spielbank klappt die Zahlung mittels Paysafecard kostenlos und in Echtzeit, allerdings kann nicht auf demselben Wege ausgezahlt werden.

Neben der Schnelligkeit und der kostenlosen Nutzbarkeit der Paysafecard liegt ein weiterer Vorteil in ihrer Anonymität. Wer eine entsprechende Karte mit Bargeld erwirbt, bleibt anonym und kann den erhaltenen Code ebenso anonym nutzen oder an Freunde sowie Bekannte weitergeben.

Der Nachteil der Paysafecard ist, dass es sich bei ihr um kein anerkanntes Zahlungsmittel in Offline-Verkaufsstellen handelt. Wer also an der Reihe ist, den WG-Kühlschrank aufzufüllen, kann im Supermarkt nicht ohne Weiteres mit einer Paysafecard bezahlen. Dringend benötigte Waren im Netz damit zu bestellen, klappt dagegen problemlos.

Österreichisches Unternehmen hat verschiedene Produkte im Angebot

Aufgrund der dargelegten Umstände eignet sich die Paysafecard nur sehr bedingt dafür, das komplette WG-Leben respektive die Kosten des Studiums zu regeln – zumindest in Deutschland. Der Grund für diese Einschränkung ist darin zu erblicken, dass das im Jahr 2000 in Wien gegründete Unternehmen zwar die sogenannte Paysafecard Mastercard im Programm hat, jedoch dieses Produkt bis dato nicht in Deutschland, sondern im deutschsprachigen Raum nur in Österreich verfügbar ist.

Die Paysafecard Mastercard ist eine offiziell von Mastercard lizenzierte Kreditkarte, mit deren Hilfe Studenten sowohl Online- als auch Offline-Zahlungen ohne ein separates Bankkonto durchführen können.

Abgesehen davon hat das Unternehmen noch folgende Produkte ins Leben gerufen:

  1. my paysafecard
  2. my PLUS
  3. paysafecard direct
  4. paysafecard App
  5. Paysafecash

Alle von ihnen eint, dass sie auf die Begleichung offener Transaktionen von Online-Käufen abzielen – für das offline stattfindende WG-Leben sind diese Entwicklungen also ebenso ohne entscheidenden Mehrwert.