Lotto, Totto oder doch Sportwetten - Schätzen Studenten heute noch Glücksspiel?

Die Medienberichte von teuren Mietwohnungen und WG-Zimmern in den deutschen Metropolen reißen nicht ab. Grund genug für viele, einen durchaus sparsamen Lebensstil zu führen, sich zum Beispiel mit einem kleinen Zimmer zufrieden zu geben. Gleichzeitig möchten Viele natürlich auch einen Ausgleich zum Studieren. Das Budget für Freizeit ist bei den Meisten mit Ausgehen, Sport und anderen Aktivitäten ausgefüllt. Bleibt hier finanziell überhaupt noch Platz für Glücksspiel?

Nebenjob immer populärer - Schafft das Budget für das Spiel rund um das Glück?

Immer mehr Studenten arbeiten neben dem Studium. Nach zwei Jahren Studium sind es in Deutschland im Schnitt bereits 50%. Schon nach einem Jahr sind es bereits 42%. Dabei wenden Studenten im Durchschnitt 13 Stunden pro Woche auf. Der Trend zeigt auf, dass Menschen im Studium immer öfter arbeiten möchten oder müssen. Bedeutet das umgekehrt, dass sie auch in der Freizeit konsumfreudiger sind? Nach Abzug aller Grundkosten (Miete, Lebensmittel, etc.) stehen Studenten im Schnitt 221 Euro pro Monat zur Verfügung. 22% der Befragten essen dabei einmal die Woche auswärts, natürlich stehen auch Sport und Ausgehen hoch im Programm. Konsumiert wird also nach wie vor. Glücksspiel oder zum Beispiel im Besonderen Sportwetten sind bei Studierenden dabei offensichtlich kein großer Faktor.

Sportwetten für viele Jugendliche das wichtigste Glücksspiel

Lottospiele, wie man sie etwa auf https://www.lottodoktor.de/ findet, finden besonders bei jungen Menschen immer weniger Anklang. Umgekehrt machen besonders digitale Glücksspielanbieter stetig höhere Umsätze. Gerade auf junge Menschen wirken Plattformen, die einfaches “Zocken” am Handy und Tablet ermöglichen, oft verlockend. So kann man zum Beispiel nur wenige Minuten Freizeit nutzen, um auf die eigene Mannschaft zu wetten, am Roulette-Tisch zu setzen oder zum Beispiel eine Runde live mit anderen Spielen zu pokern.

 

Typischerweise sind starke Konsumenten hier zwar junge Menschen, weniger aber Studenten. Vielmehr trifft es Schüler, Lehrlinge und Menschen in der Arbeitswelt, die ein entsprechendes Freizeitbudget zur Verfügung haben. Interessanterweise sind häufig Menschen mit Migrationshintergrund intensive Nutzer von Sportwetten- und Onlinecasino-Plattformen. Sie schätzen die Seiten aufgrund des riesigen Angebots und der einfachen Bedienung mit dem Handy.

Weg von Wettcafe hin zum digitalen Tippen

Gerade die bekannten Wettcafes in vielen Bezirken großer Städte müssen oft negatives Wachstum akzeptieren. Zwar sind sie nach wie vor beliebt. Trotzdem spüren sie die immer stärker werdende Konkurrenz von großen, digitalen Anbietern. Das ist zum Beispiel der Marktgigant Bet365. Mit 45 Millionen Kunden weltweit und 3,28 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr stellt er einen der ganz großen Platzhirsche im Bereich Online-Wetten dar. Nicht zuletzt dieser britische Anbieter kann auf eine überdurchschnittliche Beliebtheit bei Menschen unter 25 Jahren verweisen. Die “digital natives”, das heißt die Generation, die mit der Digitalisierung aufgewachsen ist, vertraut sich Neuerungen schnell an und reagiert dementsprechend schneller und drastischer.

Nicht selten kommt es hier zu einem zu starken Konsumverhalten. Denn während man zum Beispiel die Spielbank oder die Automatenhalle nur an einem Ort vorfindet, hat man das Handy praktisch immer bei sich. Für manche Menschen wurde das bereits zum Verhängnis. Gleichzeitig bieten Anbieter umfassende Hilfestellungen an, die man bei drohender Spielsucht kostenlos verwenden kann.

Studenten sind absolut keine Risikogruppe

Für die meisten Studenten, die Glücksspiel betreiben, ist das Konsumverhalten beim Tippen oder Zocken kein Problem. Vielmehr nur ein kleiner Teil der Freizeitbeschäftigung, für den einige Euros pro Monat verwendet werden. Tatsächlich riskant wird es für eine andere Gruppe. Besonders leicht abhängig werden Menschen unter 25 Jahren mit niedrigem Bildungsgrad. Häufig sind auch Personen mit Migrationshintergrund, die sonst in diesen Bereich fallen, überdurchschnittlich gefährdet. Studenten fallen zumindest statistisch betrachtet, weit schwerer in ein Abhängigkeitsverhältnis bei allen Arten von Glücksspiel.

Massenphänomen Ereigniswetten - Auch bei Studenten populär

Auf das normale Bundesligaspiel wetten heute immer weniger Studenten, wie man häufig den Eindruck hat. Gleichzeitig zeigt sich umgekehrt der Trend, dass besondere Ereignisse doch als Grund genommen werden, Wetten abzuschließen. Das können verschiedene Vorkommnisse sein, die besonders stark im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Was ist das zum Beispiel? Etwa große politische Ereignisse, wie zuletzt der Brexit oder die Wahl zwischen Trump und Hillary 2016 als US-Präsident. Sportliche Großereignisse wie der Super Bowl in den USA, das Finale der Fußball-WM oder -EM, fallen hier hinein. Während früher häufig eine bestimmte, wettbegeisterte Gruppe an Menschen tippte, sind heute weit mehr junge Menschen und auch Studenten bereit, auf ein besonders reizvolles Ereignis zu tippen.

Glücksspiel mit hoher Ausschüttungsquote im Trend

Man muss kein Statistik- oder Mathematikstudent sein, um grundlegende Mechanismen hinter den meisten Glücksspielarten zu verstehen. Tatsächlich ist die Quote an Ausschüttung sehr unterschiedlich. Bei Automaten im Casino wird circa 90% an Geld wieder ausgeschüttet. Bei Online-Casinos und Online-Sportwetten sind es häufig bis zu 95-96%. Hier ist es weit wahrscheinlicher, mit Kalkül und natürlich etwas Glück einen Profit zu machen. Gerade deshalb scheint das Online-Angebot von Glücksspiel auch besonders viel Rückhalt in der jungen Generation zu genießen.

Umgekehrt sind andere Formen des kleinen Glücksspiels hier statistisch betrachtet weit weniger zuträglich. Bei verschiedenen Editionen des österreichischen Rubellos gibt es zum Beispiel nur eine Ausschüttung von 60-65%. Hier ist es als regelmäßiger Käufer so weit unwahrscheinlicher, einen Profit zu machen und durch einen größeren Gewinn richtig abzustauben.

Studienalltag - Zu schwierig, um wirklich Zeit für Tippen und Co. zu haben?

Es gibt in Deutschland mehr Studenten als je zuvor, was natürlich das Studium grundsätzlich nicht einfacher macht. Immer notwendiger scheint es außerdem, zusätzlich während des Studiums zu arbeiten. Viele Menschen nehmen das Studium heute als weit kompetitiver wahr, als es noch vor einigen Jahrzehnten war. Der Faktor weniger Freizeit macht natürlich auch einen Unterschied für Studenten, wenn es um Sportwetten, Casino und andere Arten der Unterhaltung mit Glücksspiel geht. Gerade deshalb scheinen Studenten statistisch gesehen weniger an dieser Form von Freizeitgestaltung interessiert zu sein, als zum Beispiel junge Menschen mit einem niedrigeren Bildungsgrad.

Fazit - Glücksspiel für Studenten heute mäßig attraktiv

Junge Menschen schätzen Glücksspiel, insbesondere Sportwetten. Im Vergleich dazu sind Studenten aber sicher keine intensiven Nutzer. Herausforderungen im Studium und ein stressiger Alltag könnten Gründe dafür sein. Aber auch die Freizeitgestaltung scheint beim durchschnittlichen Studenten anders zu sein, als bei vielen Menschen, die bereits im Berufsleben sind. So kommt es, dass viele Studenten nur gelegentlich Glücksspiel konsumieren. Eine große Zahl der Studierenden an deutschen Universitäten verzichten sogar oftmals ganz darauf.