Produktionstechnik

Studiengänge im Fachbereich Produktionstechnik studieren

Studiengänge Produktionstechnik
Studiengänge Produktionstechnik

Die Produktionstechnik dreht sich rund um die Herstellung verschiedenster Güter. Sie untergliedert sich in die Verfahrens-, Energie- und Fertigungstechnik. Im Rahmen der Fertigungstechnik beschäftigen sich die Studierenden mit den Techniken, die für die Produktion von Werkstücken und Teilen eingesetzt werden. Dabei ist die Produktionstechnik eng mit dem Maschinenbau verknüpft. In der Verfahrenstechnik werden die Verfahren untersucht, mit deren Hilfe Rohstoffe für die Produktion aufbereitet und verarbeitet werden. Ressourcen und Energie umweltschonend und effizient einzusetzen, erlernen die Studierenden im Bereich der Energietechnik. Das Grundstudium umfasst insbesondere naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Physik und Chemie sowie Maschinenbau. Im Hauptstudium stehen schließlich produktionsbezogene Fächer wie Konstruktionslehre, Pneumatik, Hydraulik, Werkstofflehre, technische Mechanik, Thermodynamik, Elektrotechnik, Fertigungstechnik und CAD auf dem Studienplan.

Die Produktionstechnik ist ein relativ junger Fachbereich, der einer Erweiterung des Maschinenbaus entsprungen ist. Die meisten Studienangebote, die heute verfügbar sind, bildeten sich erst in den 1970er und 1980er Jahren heraus.

Welche Möglichkeiten gibt es, Studiengänge im Fachbereich Produktionstechnik zu absolvieren?

Wer Produktionstechnik studieren möchte, kann dies an Universitäten und Fachhochschulen im Präsenzmodus tun. Neben Vollzeitstudiengängen gibt es auch berufsbegleitende Studienangebote. In dualen Studiengängen können sich die Studierenden zusätzlich beispielsweise zum Industriemechaniker auch in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf ausbilden lassen. Fernstudiengänge können Interessierte im Fachbereich Produktionstechnik ebenfalls belegen.

Es gibt verschiedene Vertiefungsrichtungen, für die sich die Studierenden entscheiden können:

  • Produktions- und Automatisierungstechnik (Bachelor): Produktions- und Automatisierungsingenieure / -innen sind dazu befähigt, die industrielle Fertigung neuartiger Produkte von der Konzeption bis hin zur Produktion zu begleiten.
  • Prozessingenieurwesen (Bachelor): Die Studierenden beschäftigen sich in diesem Studiengang mit der Projektierung der in der Fertigung eingesetzten Maschinen und Apparate.
  • Process Engineering (Master): Dieser Studiengang stellt die Produktionstechnik auf eine biologische Basis. Die Studierenden beschäftigen sich mit der industriellen Mikrobiologie, der Verarbeitung von Biomasse sowie der Produktion und Speicherung von Biogas.
  • Production Management (Master): Dieser Studiengang verknüpft die Produktionstechnik mit der Kommunikation, der Betriebswirtschaft und Management Know-how. Die Studierenden werden auf ihre Führungsrolle in der Produktionstechnik vorbereitet.

Für wen sind Studiengänge des Fachbereichs Produktionstechnik geeignet?

Der Fachbereich Produktionstechnik ist für alle Studieninteressierten geeignet, die ein ausgeprägtes Interesse für technische Vorgänge und Produktionsprozesse mitbringen und eine hohe Problemlösungskompetenz besitzen. Gute Vorkenntnisse im Bereich der Naturwissenschaften sind aufgrund der starken naturwissenschaftlichen Prägung im Grundstudium eine nützliche Voraussetzung für das erfolgreiche Studium.

Entstehen besondere Kosten in den Produktionstechnik-Studiengängen?

Produktionstechnik zu studieren zieht ähnliche Kosten nach sich wie ein Studium einer anderen Fachrichtung. Die Studierenden müssen je nach Hochschule mit Studiengebühren rechnen. An privaten Hochschulen sind diese in der Regel deutlich höher als an öffentlichen Hochschulen. Hier gibt es allerdings sehr große Spannen. Hinzu kommen zusätzliche Studienmaterialien sowie die Kosten für die persönliche Lebensführung, beispielsweise für die Miete, Fahrten zum Campus oder Verpflegung.

Wie viel verdient ein Produktionsingenieur / eine Produktionsingenieurin?

Produktionsingenieure / Produktionsingenieurinnen gehören mit zu den am besten verdienenden Ingenieuren / Ingenieurinnen. Bereits ihr Einstiegsgehalt liegt mit durchschnittlich 40.000 bis 46.000 Euro deutlich über dem Durchschnitt. Mit etwas mehr Berufserfahrung und viel Verantwortung lässt sich das Gehalt deutlich steigern. Je nach Branche sind zwischen 55.000 und 65.000 Euro Jahresgehalt realistisch. Am besten zahlen dabei die Pharmabranche, die Chemie- und Verfahrenstechnik, die Medizintechnik und die Konsum- und Gebrauchsgüterbranche. In Führungspositionen kann das Spitzengehalt sogar noch höher liegen.

Das Ansehen des Produktionsingenieurs / der Produktionsingenieurin in unserer Gesellschaft

Der Ingenieursberuf gehört zu den angesehensten in der Gesellschaft. Produktionsingenieure / Produktionsingenieurinnen gelten als hart arbeitende Menschen, die ein schwieriges Studium absolviert haben. Meist bekleiden sie sehr anspruchsvolle Positionen, in denen sie unsere Umwelt gezielt mitgestalten.

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt für Absolventen / Absolventinnen eines Produktionstechnik-Studiums?

Produktionsingenieure / Produktionsingenieurinnen treten in einen Arbeitsmarkt ein, in dem sie sehr gefragt sind. Sie können in unterschiedlichsten Branchen tätig werden. Nahezu in jedem produzierenden Betrieb werden Fachkräfte benötigt, die technische Anlagen und Maschinen betreiben, instand setzen und warten können, die Qualität der Produkte im Auge behalten und dabei die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht aus den Augen verlieren. Ob Medizintechnik, Lebensmittel, Stahlbranche, Fahrzeugbau oder Fertighausbau – Produktionsingenieure / Produktionsingenieurinnen treffen auf ein vielfältiges Einsatzgebiet. Teilweise werden sie auch in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen privater Unternehmen zur Entwicklung und Konstruktion neuer Produkte eingesetzt. Und auch die Forschung an den Universitäten ist für viele Absolventen / Absolventinnen ein beliebtes Einsatzgebiet.