Lebensmitteltechnologie

Studiengänge im Fachbereich Lebensmitteltechnologie studieren

Studiengänge Lebensmitteltechnologie
Studiengänge Lebensmitteltechnologie

Studiengänge im Bereich der Lebensmitteltechnologie beschäftigen sich mit den Verfahren in der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln. Das Studium thematisiert beispielsweise die physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse, die für die Lebensmittelproduktion erforderlich sind, darunter die alkoholische Gärung. Themen wie Lebensmitteltechnologie, -hygiene und -recht werden ergänzt durch naturwissenschaftliche Grundlagenfächer, eine ökonomische Grundbildung und Know-how im Bereich der Ernährungslehre. Viele Hochschulen bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich auf verschiedene Bereiche der Lebensmitteltechnologie zu spezialisieren, beispielsweise auf die Milchwirtschaft oder das Brauwesen.

1968 wurde an der „Staatlichen Ingenieurakademie für Gartenbau“ in Berlin-Dahlem der erste Studiengang im Bereich der Lebensmitteltechnologie geschaffen. Die Ansiedlung bei einer Gartenbau-Akademie ist auf die Herkunft des Studiengangs zurückzuführen: Der Fachbereich Gartenbau entwickelte sich weiter zum Studienbereich „Obst- und Gemüseverwertung“, aus dem schließlich das Studienangebot „Lebensmitteltechnologie“ hervorging.

Welche Möglichkeiten gibt es, Studiengänge im Fachbereich Lebensmitteltechnologie zu absolvieren?

Lebensmitteltechnologie können Interessierte an über 20 Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland studieren. Überwiegend herrschen Vollzeitstudiengänge vor, aber auch berufsbegleitende Studienprogramme werden angeboten. Duale Studiengänge bereiten parallel zum Bachelorabschluss auf einen anerkannten Berufsabschluss wie Fachkraft für Lebensmitteltechnik oder Milchtechnologe / Milchtechnologin vor oder verschaffen den Teilnehmern / Teilnehmerinnen zusätzliche Berufserfahrung. Zudem bieten mehrere Hochschulen Fernstudiengänge in diesem Fachbereich an.

Die Lebensmitteltechnologie unterteilt sich in rund 20 Bachelor- und Masterprogramme und bietet damit eine große Vielfalt. Einige davon seien exemplarisch erwähnt:

  • Food Processing: In diesem Bachelor-Studienangebot liegt der Fokus auf den technischen Prozessen der Lebensmitteltechnologie. Es beschäftigt sich überwiegend mit der Produktion sowie der Anlagen- und Verfahrenstechnik.
  • Brauwesen und Getränketechnologie: Lebensmittelingenieure / Lebensmittelingenieurinnen im Bereich des Brauwesens und der Getränketechnologie beschäftigen sich mit der Herstellung von Getränkeherstellung sowie den damit verbundenen technologischen, biologischen und biochemischen Verfahrenstechniken.
  • Weinbau & Oenologie: In diesem Bachelorprogramm spezialisieren sich die Studierenden auf die Bereiche Weinbau sowie die Oenologie, also die Verfahrenstechnik im Bereich der Wein- und Schaumweinbereitung.
  • Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie: Die Bachelor-Absolventen / -Absolventinnen dieses Studiengangs absolvieren ein lebensmitteltechnologisches Studium, das sich auf den Bereich der Milchwirtschaft konzentriert und dabei unter anderem die Verfahrenstechnik und Anlagenprojektierung in diesem Bereich berücksichtigt.

Für wen sind Studiengänge des Fachbereichs Lebensmitteltechnologie geeignet?

Angehende Lebensmittelingenieure / Lebensmittelingenieurinnen sollten ein reges Interesse an der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie deren chemischen und biologischen Eigenschaften mitbringen. Auch ein gewisses technisches Interesse ist notwendig, um sich entsprechende Inhalte wie Fertigungsverfahren besser aneignen zu können. Studiengänge im Fachbereich Lebensmitteltechnologie eignen sich besonders für Studieninteressierte, die eine gute Vorbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie, Biologie, Mathematik und Physik mitbringen oder bei Schwächen zumindest bereit sind, sich diese Kenntnisse anzueignen. Zudem sind sehr gute Englischkenntnisse sinnvoll, da viel Fachliteratur im Bereich der Lebensmitteltechnologie in englischer Sprache abgefasst ist.

Entstehen besondere Kosten in den Lebensmitteltechnologie -Studiengängen?

Wie viel ein Lebensmitteltechnologie-Studium kostet, hängt von der individuellen Situation der Studierenden ab. Studieren sie an einer privaten Hochschule, müssen sie mit deutlich höheren Gebühren als an öffentlichen Fachhochschulen oder Universitäten rechnen. Sie variieren aber ebenso wie die Lebenshaltungskosten je nach gewählter Region. Die Studierenden arbeiten häufig in Labors. Unter Umständen werden sie daher mit Anschaffungskosten für eine Laborausstattung konfrontiert. Darüber hinaus ist nicht mit weiteren, außergewöhnlichen studienbezogenen Kosten zu rechnen.

Wie viel verdient ein Lebensmittelingenieur / eine Lebensmittelingenieurin?

Lebensmittelingenieure / Lebensmittelingenieurinnen verdienen beim Berufseinstieg etwa 3.200 bis 3.500 Euro. Im Laufe der Jahre steigert sich das monatliche Einkommen auf 4.500 bis 5.500 Euro, je nach Berufserfahrung und Position.

Das Ansehen des Lebensmittelingenieurs / der Lebensmittelingenieurin in unserer Gesellschaft

Ingenieure / Ingenieurinnen genießen in der Gesellschaft allgemein ein hohes Ansehen. Dies lässt sich auch auf den Lebensmittelingenieur / die Lebensmittelingenieurin übertragen. Allgemein hat man das Gefühl, dass diese Berufsgruppe der Gesellschaft einen wichtigen Dienst erweist, indem sie beispielsweise die Qualität von Lebensmitteln kontrolliert.

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt für Absolventen / Absolventinnen eines Lebensmitteltechnologie-Studiums?

Die Absolventen / Absolventinnen haben nach ihrem Abschluss hervorragende Aussichten. Insbesondere in der Lebensproduktion kommen viele Lebensmittelingenieure / Lebensmittelingenieurinnen unter. In der Forschung arbeiten sie an der Entwicklung neuer Lebensmittel. Eingesetzt werden sie außerdem in der Qualitätskontrolle im Lebensmittelbereich, in der Entwicklung neuer Kosmetika oder Medikamente (Pharma-/Kosmetikbranche) oder auch in der universitären Forschung. Sowohl im Inland als auch im Ausland sind Lebensmittelingenieure / Lebensmittelingenieurinnen gefragte Spezialisten.