Fernstudium Bachelor Pädagogik

Für wen ist ein Fernstudium Bachelor Pädagogik besonders geeignet?

Das Bachelor Fernstudium der Pädagogik ermöglicht es Berufstätigen und Interessenten/Interessentinnen, die keine Präsenzuniversität vor der Haustür haben, nebenberuflich bei freier Zeiteinteilung einen graduierten Abschluss zu erwerben. Es eignet sich vor allem für Menschen, die schon einer Tätigkeit im sozialen Bereich nachgehen und sich in diesem Umfeld bessere Zukunftsperspektiven erarbeiten möchten.

Kinder in Kindertageseinrichtungen in Deutschland nach Alter und Bundesländern 2014

  0 bis unter 3 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 14 Jahre
Baden-Württemberg 66.465 265.770 72.047
Bayern 81.693 298.107 128.775
Berlin 42.632 90.203 8.512
Brandenburg 29.078 58.457 76.668
Bremen 3.620 14.456 6.073
Hamburg 19.857 42.706 9.313
Hessen 37.719 147.395 60.315
Mecklenburg-Vorpommern 16.962 37.684 42.904
Niedersachsen 41.286 182.788 58.593
Nordrhein-Westfalen 73.999 415.681 64.584
Rheinland-Pfalz 27.483 95.473 24.727
Saarland 5.152 20.592 6.526
Sachsen 45.207 100.176 136.250
Sachsen-Anhalt 29.115 49.817 59.070
Schleswig-Holstein 14.961 63.923 23.528
Thüringen 26.340 50.888 11.556
Neue Länder einschl. Berlin 189.334 387.225 334.960
Früheres Bundesgebiet 372.235 1.546.891 454.481
Deutschland 561.569 1.934.116 789.441

Struktur des Fernstudiums Bachelor Pädagogik

Der Fernstudiengang Pädagogik besteht aus Pflicht- und Wahlmodulen, die zum Teil aufeinander aufbauen. Teilweise können sie jedoch auch voneinander unabhängig in Angriff genommen werden. Das Studium umfasst 120 ECTS-Credits im Hauptfach und 60 Credits im Nebenfach. Es schließt mit dem Verfassen der Bachelor-Thesis ab.

Inhalte des Fernstudiums

Die ersten Semester vermitteln vor allem pädagogische Grundlagen. Die Studierenden setzen sich mit den Grundbegriffen, der Theorie und der Geschichte der Erziehungswissenschaften auseinander und befassen sich mit Themengebieten wie Allgemeine Didaktik, Interkulturelle Pädagogik und Sozialpädagogik. Medienpädagogik, Sonderpädagogik und Erlebnispädagogik gehören ebenso zu den Studieninhalten wie Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung.

Schwerpunkte und Vertiefungen

Im Verlauf des Studiums können die Studenten und Studentinnen eigene Schwerpunkte setzen und ihre Ausbildung damit an ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen anpassen. Je nach Hochschule stehen dafür unterschiedliche Vertiefungsmöglichkeiten zur Auswahl, beispielsweise:

  • Bildungspolitik
  • Integrationspolitik
  • Kulturpolitik
  • Lernberatung

Ablauf des Fernstudiums

Die Vorteile von Fernstudiengängen liegen in ihrer großen Flexibilität. Dank ihrer besonderen Konzeption lassen sie sich hervorragend in den Alltag integrieren und mit dem Familienleben und dem Beruf kombinieren. Die Studierenden lernen in einem von ihnen selbst gewählten Tempo und sind dabei weder an Seminarzeiten noch an bestimmte Örtlichkeiten gebunden. Sofern Präsenzveranstaltungen anfallen, beschränken sich diese auf wenige Tage im Jahr und finden in der Regel am Wochenende statt. Für ihren Studienfortschritt zeichnen die Teilnehmer/innen selbst verantwortlich. Ihre Studienunterlagen und das Lernmaterial erhalten sie entweder per Post oder online. Spezielle Online-Portale ermöglichen die Kontaktaufnahme zu Mitstudierenden und Dozenten/Dozentinnen.

Wie lange dauert das Fernstudium Bachelor Pädagogik

Die Regelstudienzeit für diesen Fernstudiengang beträgt sechs Semester. Wer länger benötigt, kann zumeist eine kostenlose Verlängerung in Anspruch nehmen. An staatlichen Hochschulen ist der Studienbeginn zum Semesteranfang möglich. Private Bildungseinrichtungen bieten hingegen meist einen flexiblen Studienstart an.

Gibt es bestimmte Zulassungsvoraussetzungen?

Wie alle akademischen Abschlüsse setzt auch der Bachelor in Pädagogik eine Hochschulzugangsberechtigung voraus. Bewerber/innen sollten daher über das Abitur oder die fachgebundene Hochschulreife verfügen. Für ein Fernstudium an einer Fachhochschule genügt hingegen die Fachhochschulreife. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Einstieg in das Studium auch ohne Abitur oder Fachabitur möglich, beispielsweise für beruflich Qualifizierte mit Meistertitel. Unabdingbar für ein Pädagogik-Studium sind gute analytische Fähigkeiten und ein ausgeprägtes Abstraktionsvermögen. Darüber hinaus sollten Interessenten/Interessentinnen sich gern mit theoretischen Sachverhalten auseinandersetzen. Abhängig vom angestrebten Tätigkeitsfeld benötigen die Studenten und Studentinnen auch ein gutes Einfühlungsvermögen, kommunikative Kompetenzen und Konfliktfähigkeit.

Berufsperspektiven mit einem Bachelor Pädagogik

Studierte Pädagogen und Pädagoginnen können in den unterschiedlichsten Bereichen tätig werden. Sie sind überall dort gefragt, wo Wissensvermittlung, Erziehung oder Aus- und Weiterbildung eine Rolle spielen.

Gehalt

Das Gehalt dieser Berufsgruppe richtet sich insbesondere nach dem jeweiligen Tätigkeitsfeld. Das durchschnittliche Einstiegseinkommen liegt bei etwa 2.400 Euro brutto im Monat.Pädagogen/Pädagoginnen, die im öffentlichen Dienst arbeiten, unterliegen dem Tarifvertrag des zuständigen Bundeslandes. Hier kann das Monatsgehalt zwischen 3.000 und 4.700 Euro liegen.

Anzahl an Absolventen

Die Anzahl der Absolventen und Absolventinnen im Bereich Pädagogik steigt kontinuierlich an. Dieses Studienfach ist besonders bei Frauen beliebt. Dreißig Prozent der Studierenden brechen ihre Hochschulausbildung jedoch vorzeitig ab.

Nachfrage in der Wirtschaft

Insgesamt hat sich der Arbeitsmarkt für Pädagogen/Pädagoginnen in den letzten Jahren positiv entwickelt. Die Karriereaussichten hängen allerdings stark vom angestrebten Tätigkeitsfeld ab. Guter Aussichten erfreuen sich beispielsweise Absolventen/Absolventinnen, die sich auf die frühkindliche Bildung spezialisiert haben. Auch in der Erwachsenenbildung wird der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften immer größer.

Tätigkeitsfeld und Arbeitsgestaltung

Für Bachelors in Pädagogik gibt es kein klar definiertes Aufgabengebiet. Der Studiengang bereitet auf die berufliche Tätigkeit in Arbeitsfeldern vor, in denen es um die Planung, Koordinierung und die Gestaltung von Prozessen der Bildung und Erziehung geht. Den Absolventen/Absolventinnen obliegt die Formulierung von Erziehungs-, Unterrichts- und Ausbildungszielen und die Zusammenstellung von Lerninhalten. In der Erziehungsarbeit, in der Beratung und in Verwaltung und Leitung werden sie selbst praktisch tätig. Häufig sind sie bei kirchlichen Trägern, Wohlfahrtsverbänden oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen beschäftigt, wo sie Aufgaben in der sozialen Arbeit oder der Rehabilitation wahrnehmen.

Einsatzgebiete

Die Einsatzmöglichkeiten für studierte Pädagogen/Pädagoginnen sind äußerst vielfältig. Sie können in der Tagesbetreuung, in Jugendheimen und Kindergärten tätig werden, aber auch bei Verbänden, Vereinen, Institutionen und Akademien arbeiten. Weitere Möglichkeiten bieten die innerbetriebliche Fortbildung von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen und die Lern- und Erziehungsberatung. Eine Beschäftigung in sonder-, sozial- und heilpädagogischen Bereichen ist ebenfalls denkbar, zum Beispiel in Senioren- und Pflegeheimen oder in Behinderteneinrichtungen.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge

Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an einer Universität anstrebt, kann die Gelegenheit nutzen und das erworbene Wissen in einem aufbauenden Master-Fernstudium vertiefen und erweitern. Hierfür bieten sich folgende Studiengänge an:

  • Wirtschaftspädagogik (M.A.)
  • Bildung und Medien (M. A.)
  • Umwelt und Bildung (M. A.)
  • Pedagogy and Professional Values and Practice (M. A.)