Fernstudium Bachelor Informatik

Für wen ist ein Fernstudium Informatik besonders geeignet?

Ein Informatik Fernstudium eignet sich vor allem für Abiturienten und Abiturientinnen, aber auch für Berufstätige, die sich für Computersysteme, Programmierung, technische Fächer und Mathematik interessieren. Das Studium bereitet auf Führungsaufgaben in vielfältigen Einsatzbereichen vor, beispielsweise in der Industrie, im Gesundheitswesen, in der Beratung oder in der öffentlichen Verwaltung.

Die beliebtesten Arbeitgeber für Informatiker in Deutschland 2013/2014

Arbeitgeber Anteil der befragten (angehenden) Informatiker in %
Google 26,3
SAP 10,1
BMW Group 9,4
MICROSOFT 9,3
Audi 8,8
Apple 8,5
Blizzard Entertainment 7,2
IBM 7,2
Siemens 7,2
Fraunhofer-Gesellschaft 6,2
Crytek 5,9

Struktur des Fernstudiums Informatik

Bachelor-Studiengänge in Informatik sind inhaltlich modular aufgebaut. Jedes Modul steht für eine Lerneinheit. Diese setzt sich wiederum aus drei bis vier thematisch korrelierenden Seminaren zusammen. Den Abschluss eines solchen Moduls bildet entweder eine Modulprüfung oder eine schriftliche Seminararbeit.

Das Bachelor Fernstudium Informatik unterliegt dem European Credit Transfer System. Das bedeutet, für das Erbringen entsprechender Prüfungsleistungen erhalten die Studierenden Creditpoints, anhand derer die erzielten Qualifikationen anerkannt und vergleichbar sind - auch auf internationaler Ebene.

Inhalte des Bachelor-Fernstudiums Informatik

Die Studieninhalte richten sich nach der jeweiligen Hochschule. In der Regel müssen die Studenten und Studentinnen sich insbesondere mit Informatik und Mathematik auseinandersetzen. Darüber hinaus sind auch Schlüsselqualifikationen wie Sprachkenntnisse Bestandteil eines Bachelor-Fernstudiengangs in diesem Fachgebiet.

Schwerpunkte und Vertiefungen

In höheren Semestern können sich die Studierenden beispielsweise auf Technische Informatik, Künstliche Intelligenz, Management von Softwareprojekten, Kommunikations- und Informationssysteme in der Logistik oder auf Robotik spezialisieren. Neben dem klassischen Informatikstudium gibt es außerdem eine breite Auswahl an spezialisierten Bachelor-Fernstudiengängen wie Bioinformatik, Umweltinformatik, Geoinformatik, angewandte Informatik oder Wirtschaftsinformatik.

Ablauf des Fernstudiums

Die Studenten und Studentinnen erhalten ihre Studienmaterialien per Post oder via Internet direkt nach Hause geliefert. Sie lernen eigenständig und reichen nach jeder Einheit Übungsaufgaben oder Hausarbeiten ein. Mündliche Prüfungen und Klausuren finden an der Hochschule selbst oder an den zugehörigen Studienzentren statt.

Viele Anbieter halten pro Studienhalbjahr mehrere Präsenzveranstaltungen ab, in welchen die Studierenden das erworbene Wissen in Kursen und Vorlesungen vertiefen können. Diese Termine liegen stets am Wochenende, um auch Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen.

Wie lange dauert das Fernstudium Informatik auf Bachelor?

Das Bachelor-Fernstudium in Informatik erstreckt sich für gewöhnlich über sechs Leistungssemester. Diese entsprechen einer Regelstudienzeit von 36 Monaten. An den meisten Fernunis besteht die Möglichkeit, das Studium um bis zu 18 Monate gebührenfrei zu verlängern.

Gibt es bestimmte Zulassungsvoraussetzungen?

Wer an einer staatlich anerkannten Universität, Hochschule oder Fachhochschule studieren möchte, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen. Folgende Zugangsmöglichkeiten gibt es:

  • die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife
  • die allgemeine oder die fachgebundene Fachhochschulreife
  • eine vom zuständigen Kultusministerium als gleichwertig anerkannte Hochschulzulassungsberechtigung (z. B. staatlich geprüfte/r Techniker/in oder Meister/in)

Eine weitere Option bietet das Studieren als Gasthörer/in. Bei dieser Studienform legen die Studenten/Studentinnen nach zwei Leistungssemestern eine Hochschulzugangsprüfung ab. Hierfür müssen sie jedoch eine mindestens zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung und eine anschließende mindestens dreijährige Berufstätigkeit in einem dem anvisierten Studium fachlich verwandten Bereich nachweisen können.

Hat das angestrebte Studium nichts mit der absolvierten Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit zu tun, muss das zuvor erworbene Wissen mit Hilfe qualifizierter Weiterbildungen mit einem zeitlichen Umfang von mindestens 400 Stunden in einem dem Studienfach naheliegenden Themengebiet erweitert und vertieft werden.

Berufsperspektiven mit einem Bachelor in Informatik

Absolventen/Absolventinnen eines Fernstudiums zum Bachelor in Informatik erfreuen sich bester beruflicher Perspektiven.

Gehalt

Das Einstiegsgehalt von Hochschulabsolventen/-absolventinnen im Bereich Informatik ist überdurchschnittlich hoch. Schon Berufsanfänger können bis zu 45.000 Euro im Jahr verdienen. Damit befinden sich die Informatiker/innen auf Augenhöhe mit Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern.

Anzahl an Absolventen

Mit fast 50 Prozent ist die Abbrecherquote im Informatik-Sektor sehr hoch. In den letzten Jahren kamen jeweils rund 15.000 Absolventen/Absolventinnen aus IT-Disziplinen auf den Arbeitsmarkt, davon waren etwa 21 Prozent Frauen.

Nachfrage in der Wirtschaft

Nahezu alle Branchen sind auf IT-Fachkräfte angewiesen. Trotz Wirtschaftsflaute wächst der internationale IT-Markt immer weiter. Einer entsprechend großen Nachfrage erfreuen sich gut ausgebildete Informatiker/innen in sämtlichen Wirtschaftssparten.

Tätigkeitsfeld und Arbeitsgestaltung

Ein Bachelor-Fernstudium in Informatik dient der Vorbereitung der Teilnehmer/innen auf die berufliche Praxis in herstellungs-, anwendungs-, forschungs- und lehrbezogenen Tätigkeiten im Bereich der Informationstechniken. Die Studierenden sollen befähigt werden, die vielfältigen Probleme in der Informationsverarbeitung eigenständig zu erkennen und geeignete Lösungen zu finden. Besonders wichtig für Informatiker/innen ist die Fähigkeit, sich schnell auf unterschiedlichste Aufgabengebiete einstellen zu können. Sie müssen sich nicht nur in der Lage sein, sich an die wandelnden Bedingungen in der Informatik anpassen, sondern sollten diesen Wandel auch aktiv mitgestalten.

Informatiker/innen obliegt unter anderem die Entwicklung, Programmierung und Modifizierung von Hard- und Software, vor allem auf dem Gebiet komplexer Kommunikations-, Informations- und Steuerungssysteme. Aufgaben in der praktischen oder theoretischen Informatik gehören ebenso zu ihrem Tätigkeitsfeld wie Problemstellungen in der technischen oder angewandten Informatik. Auch die Systemadministration oder die Projektleitung bieten attraktive Einsatzmöglichkeiten.

Einsatzgebiete als Informatiker

Bachelor-Absolventen und -Absolventinnen stehen zahlreiche interessante und abwechslungsreiche Einsatzfelder offen. Die Industrie beschäftigt Informatiker/innen beispielsweise in der Produktion und in der Logistik. Denkbar ist auch eine Tätigkeit in der Soft- und Hardwareentwicklung oder in der Betreuung von Netzwerken und Anwendungssystemen. Darüber hinaus bieten sich pädagogische oder beratende Funktionen in schulischen und außerschulischen Einrichtungen oder in Betrieben an.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge nach dem Bachelor-Studium

Ein Bachelor-Abschluss bietet immer auch die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse durch ein weiterführendes Masterstudium zu erweitern. Der Mastergrad ist insbesondere für diejenigen sinnvoll, die promovieren oder im wissenschaftlichen Bereich arbeiten möchten. Unter anderem stehen folgende Masterstudiengänge zur Auswahl:

  • Informatik (M. Sc. oder M.C.Sc.)
  • Wirtschaftsinformatik (M. Sc. oder M. A.)
  • Angewandte Statistik (M. Sc.)
  • Medieninformatik (M. Sc.)
  • Information Systems (M. Sc.)
  • Computational Engineering (M. Eng.)
  • Software Engineering für Embedded Systems (M. Eng.)
  • Computer Science (M.C.Sc.)
  • IT Management (M. Sc.)