Fernstudium Bachelor Gesundheitsökonomie

Für wen ist ein Fernstudium Bachelor Gesundheitsökonomie besonders geeignet?

Der Bachelor-Titel Gesundheitsökonomie bietet beste Karrierechancen für alle, die bereits einige Jahre im Gesundheitsbereich arbeiten, beispielsweise für Angestellte von Krankenkassen, Krankenschwestern/-pfleger, Rettungs- oder Praxisassistenten. Das Fernstudium ist eine ideale Möglichkeit, auf vorhandene Kenntnisse aufzubauen und neben dem Beruf einen akademischen Grad zu erwerben. Profitieren können von diesem Studiengang jedoch auch Quereinsteiger, die noch keine Erfahrungen im Gesundheitssystem gesammelt haben.

Größte private Krankenversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen 2013

Krankenkasse Bruttobeiträge in in Millionen Euro
Debeka Kranken 5.178,2
DKV AG 4.840,4
Allianz Priv. KV AG 3.284,5
Axa Kranken 2.622,7
Signal Kranken 2.064,5
Central Kranken 2.053,6
Bayerische Beamten KV 1.531,4
Barmenia Kranken 1.525,2
Continentale Kranken 1.450,6
Hallesche Kranken 1.148,4
Huk-Coburg Kranken 1.085,7

Struktur des Fernstudiums Bachelor Gesundheitsökonomie

Das Bachelor Fernstudium besteht aus fachlich aufeinander abgestimmten Modulen, die jeweils mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Den Abschluss des Studiums bildet die Bachelor-Thesis. Eine Abschlussprüfung ist nicht erforderlich. Für die gesamte Hochschulausbildung erhalten die Studenten und Studentinnen 180 Creditpoints nach dem ECTS.

Inhalte des Fernstudiums

Der Fernstudiengang Gesundheitsökonomie verknüpft Themen des Gesundheitsbereichs und wirtschaftliche Themenfelder. Im Zentrum der Ausbildung stehen Controlling und Controlling-Instrumente, Volkswirtschaftslehre, Prozess- und Qualitätsmanagement, Investition und Finanzierung sowie strukturelles Fachwissen zu Gesundheitssystemen und Gesundheitswesen. Neben fachlichen Kompetenzen vertieft das Studium Schlüsselqualifikationen wie Consultingtechniken, kommunikative Fähigkeiten, Projektmanagement und Personalorganisation.

Schwerpunkte und Vertiefungen

Im fortgeschrittenen Studium können die Studierenden sich für mehrere Wahlpflichtfächer entscheiden und ihre Hochschulausbildung damit auf ihre persönlichen Neigungen und Fähigkeiten ausrichten. Zur Auswahl stehen unter anderem: - E-Health und Geschäftsprozessoptimierung - Krankenhausconsulting - Business Planning - Medical Writing - Facility-Management

Ablauf des Fernstudiums

Die Studierenden erhalten ihre gesamten Studienmaterialien in Form von Studienheften, Nachschlagewerken und CDs per Post direkt nach Hause. Sie bearbeiten die Unterlagen eigenständig in einem von ihnen selbst gewählten Tempo. Je Semester fallen zudem in etwa zwei Präsenzseminare an. Die Betreuung erfolgt für gewöhnlich via Chat, Telefon, E-Mails oder Videokonferenzen. Ein virtueller Campus bietet die Gelegenheit, aktuelle Studieninformationen einzusehen und Studienleiter/innen, Tutoren/Tutorinnen sowie Mitstudenten/Mitstudentinnen zu kontaktieren.

Wie lange dauert das Fernstudium Bachelor Gesundheitsökonomie

Die Studiendauer beträgt 36 Monate bzw. drei Jahre und entspricht damit sechs Semestern. Wahlweise haben die Studenten und die Studentinnen die Möglichkeit, sich für eine Regelstudienzeit von 48 Monaten in Anspruch zu nehmen. Im Einzelfall lässt sich die Studienzeit um bis zu 18 bzw. 24 Monate verlängern.

Gibt es bestimmte Zulassungsvoraussetzungen?

Direkt zum Studium anmelden können sich Interessenten/Interessentinnen mit Abitur, der Fachhochschulreife oder einem als gleichwertig anerkannten Schulabschluss. Mittlerweile ist das Studieren jedoch in vielen Fällen auch ohne diese Voraussetzungen möglich. So besteht für Bewerber mit mindestens zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung oder einem Abschluss an einer Fachschule/Berufsfachschule sowie wenigstens dreijähriger Berufspraxis und nachgewiesener Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen die Gelegenheit, an einer Einstufungsprüfung teilzunehmen. Hierzu werden innerhalb des ersten Semesters zwei reguläre Fernprüfungen (Wissenschaftliches Arbeiten und Allgemeine BWL) und eine Klausur (Allgemeine BWL) abgelegt. Das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfungen bedeutet zugleich den Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife und somit die Zulassung zum weiteren Studium. Eine Immatrikulation ohne Hochschulzugangsberechtigung ist außerdem für Meister/innen, Staatlich geprüfte Betriebswirte/Betriebswirtinnen, Staatlich geprüfte Techniker/innen und Absolventen/Absolventinnen ähnlicher Ausbildungen realisierbar. In diesem Fall wird nach Ablauf einer Probezeit auf Grundlage der bis dahin erbrachten Leistungen über die vollwertige Immatrikulation entschieden.

Berufsperspektiven mit einem Bachelor Gesundheitsökonomie

Je nach persönlicher Schwerpunktsetzung eröffnet der Bachelor in Gesundheitsökonomie gute Zukunftsperspektiven im In- und Ausland. Die Absolventen und Absolventinnen sind in der Lage, Führungsaufgaben in Verwaltung und Wirtschaft zu übernehmen, können aber ebenso freiberuflich oder unternehmerisch tätig werden.

Gehalt

Das Durchschnittsgehalt von Gesundheitsökonomen/-ökonominnen liegt bei circa 40.000 Euro brutto. Je größer das anstellende Unternehmen ist, desto höher ist zumeist auch das Einkommen der Mitarbeiter/innen. Studien zufolge erhalten Hochschulabsolventen und -absolventinnen in großen Konzernen um bis zu zwanzig Prozent höhere Löhne als in kleinen Firmen. Angestellte der Pharmaindustrie kommen auf bis zu 25 Prozent mehr Gehalt als Arbeitnehmer/innen von Non-Profit-Organisationen oder des Öffentlichen Dienstes. Die Region spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Während Gesundheitsökonomen/-ökonominnen in Ostdeutschland rund 35.000 Euro im Jahr verdienen, sind es in Baden-Württemberg, Hamburg oder Nordrhein-Westfalen zwischen 46.000 Euro und 48.000 Euro jährlich.

Durchschnittlicher Bruttojahresverdienst von Controllern in Deutschland im Jahr 2015 in Euro

Unteres Quartil* Median** Oberes Quartil
Gesamt 43.736 54.314 67.156
Frauen 40.901 50.299 61.412
Männer 45.500 56.505 70.243
Alter 25 Jahre 37.256 42.621 50.546
Alter 35 Jahre 48.521 58.843 70.228
Alter 45 Jahre 53.156 65.428 79.304
Bis 100 Mitarbeiter 38.141 44.472 56.034
101 bis 1.000 Mitarbeiter 42.387 51.882 62.596
Mehr als 1.000 Mitarbeiter 50.701 61.752 76.027
Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf Ingenieure für Elektrotechnik, die keine Personalverantwortung tragen. * Quartil = Über- oder unterhalb dieses Wertes verdienen nur noch 25 Prozent besser oder schlechter. ** Median = 50 Prozent der Marktforscher verdienen mehr und 50 Prozent verdienen weniger.  

Nachfrage in der Wirtschaft

Mit dem Bedarf an neuen Versorgungs- und Versicherungsmodellen und effizienteren Kommunikations- und Managementansätzen in der Patientenversorgung wächst auch die Nachfrage nach optimal qualifizierten Gesundheitsökonomen/-ökonominnen. Die Berufsaussichten für die Absolventen und Absolventinnen dieses Studiengangs sind entsprechend gut.

Tätigkeitsfeld und Arbeitsgestaltung

Gesundheitsökonomen/-ökonominnen setzen ihre erlernten Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen ein. Auf Grundlage wissenschaftlicher Expertisen sowie quantitativer und qualitativer Studien analysieren sie verschiedene Teilbereiche der Gesundheitsversorgung, zum Beispiel im Krankenhausmanagement, in der Altenpflege, im Rettungsdienst und bei der ambulanten Versorgung. In ihr Ressort fällt außerdem die Koordinierung diverser Dienstleistungsangebote im Gesundheitswesen, darunter der Einsatz von Rettungsfahrzeugen oder die Abstimmung von ambulanter und stationärer Behandlung und Betreuung. Als Führungskräften obliegen ihnen außerdem verschiedene Tätigkeiten im Bereich der Mitarbeiterführung, -motivation und -qualifizierung. Ein weiteres Tätigkeitsfeld liegt in der Kommunikation mit den verschiedensten Institutionen des Gesundheitswesens oder der Pharmaindustrie.

Einsatzgebiete

Potenzielle Arbeitsbereiche finden sich in Kliniken sowie in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, zum Beispiel im Controlling, in der Geschäftsführung, im Personalbereich oder im Marketing. Auch die Pharmaindustrie, die Medizinprodukteindustrie, Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen kommen als Arbeitgeber infrage. Weitere mögliche Tätigkeitsfelder bieten medizinische Versorgungszentren, Unternehmensberatungen und Agenturen, Verbände, Verwaltungen, Behörden und Ministerien.

Weiterführende Master-Fernstudiengänge

Wer die im Erststudium erworbenen Kenntnisse erweitern und vertiefen und sich für anspruchsvolle leitende Positionen qualifizieren möchte, kann ein weiterführendes Master-Fernstudium anschließen, z. B. in:

  • Gesundheitsökonomie (M. Sc. oder M. A.)
  • Gesundheitsmanagement (M. A., M. HCM. oder MBA)
  • Prävention und Gesundheitsmanagement (M. A.)