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Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Umfassende Darstellung der Grundlagen und Forschungsergebnisse der Persönlichkeitspsychologie. Neben den klassischen Persönlichkeitsfaktoren und -merkmalen werden auch Ergebnisse der Emotions-, der Motivations- und der Neuropsychologie hinsichtlich ihrer Bedeutung für individuelle Unterschiede beleuchtet.

  • J. Kuhl,
  • Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie
    Motivation, Emotion und Selbststeuerung
  • 2010,
  • 584 S., gebunden
  • ISBN: 978-3-8017-2239-5

Das Lehrbuch bietet eine umfassende Darstellung der Grundlagen und Forschungsergebnisse der Persönlichkeitspsychologie. Neben den klassischen Persönlichkeitsfaktoren und -merkmalen werden auch Ergebnisse der Emotions-, der Motivations- und der Neuropsychologie hinsichtlich ihrer Bedeutung für individuelle Unterschiede beleuchtet. Durch die Miteinbeziehung handlungspsychologischer Forschungsergebnisse weicht dieses Lehrbuch von der sonst üblichen Gliederung von Lehrbüchern der Emotions-, Motivations- und Persönlichkeitspsychologie ab. Die Kapitel sind nach sieben Systemebenen geordnet, die den allseits akzeptierten persönlichkeitspsychologischen Grundbegriffen entsprechen: Gewohnheiten, Aktivierung und Temperament, Anreize und Affekte, Stressbewältigung und Affektregulation, Bedürfnisse und Motive, Ziele und Selbstregulation. Persönlichkeit lässt sich demnach als die für das Individuum typische Art und Weise beschreiben, wie die verschiedenen Systemebenen das Erleben und Handeln steuern. Jedes Kapitel des Lehrbuches enthält einen historischen Teil, der Theorien und Forschungsergebnisse aus der Geschichte der Persönlichkeitspsychologie soweit berücksichtigt, wie es für das Verständnis der aktuellen Forschungsthemen relevant ist. Darüber hinaus wird jedes Kapitel mit einem Anwendungsteil abgeschlossen, der Lernende ermuntern soll, den Stoff auf Alltagsphänomene, auf praktische Aufgaben in der Beratung und Psychotherapie und schließlich auch auf den Dialog mit Nachbardisziplinen, z. B. der Neurobiologie und den Geisteswissenschaften, anzuwenden. Zahlreiche Zusammenfassungen, Definitionen, Anwendungs- und Fallbeispiele sowie Merksätze gliedern den Text und erleichtern das Lernen. Übungsaufgaben und Diskussionsfragen dienen der Prüfungsvorbereitung.

 

Charlotte Herzmann über Kuhl, J., Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Kuhl, J. (2010). Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie. Motivation, Emotion und Selbststeuerung. Göttingen: Hogrefe.
Rezension von Charlotte Herzmann

Julius Kuhl hat sich mit seinem Lehrbuch das hohe Ziel gesetzt, die Persönlichkeitspsychologie aus einer handlungsorientierten Perspektive zu erörtern. Da sich Eigenschaften auf der Verhaltensebene am Besten zeigen und dort auch meist studiert werden, Konstrukte wie Emotion, Motivation und Selbststeuerung aus dieser Sichtweise zu beschrieben.
Das Lehrbuch gliedert sich in neun Kapitel zuzüglich Vorwort und Anhang auf 584 Seiten. Jedes Kapitel unterteilt sich wiederum in eine kurze, farblich markierte Zusammenfassung, eine allgemeine thematische Einleitung und dann in spezifische Unterthemen. Es finden sich Definitionen und Beispiele in eigenen Kästchen, so wie durch die Schriftart angezeigte gezielte Informationen für Anfänger oder Fortgeschrittene Leser. Am Ende jedes Kapitels wurden Übungen zum Verständnis eingebaut, um so die berichteten Informationen zugänglicher zu machen.
Kapitel 1 führt in die allgemeinen Grundbegriffe, methodischen Grundlagen und Theorien der Persönlichkeitspsychologie ein, kontrastiert verschiedene Schulen gegeneinander, erklärt Vor- und Nachteil statistischer Beziehungen (mit Hinweis auf Basisbegriffe experimenteller Publikationen), stellt neuroanatomische -psychologische Modelle dar so wie zugehörige Methoden.
Es folgen Kapitel 2 bis 8, die sich logisch aus der handlungspsychologischen Herangehensweise, dem holistischen Konzept psychologischer Prozesse (Emotion, Motivation, Kognition) und systemtheoretischen, "methodologisch behavioralen" Orientierung des Autoren. Basierend auf der direkten Operationalisierung theoretischer Konstrukte ergeben sich sieben Systemebenen, denen die einzelnen Kapitel gewidmet sind: Gewohnheiten, Temperament, Affekt und Anreizmotivation, Stressbewältigung und Regression, Motive, Sinn und Ziele, und die Selbststeuerung. Zur Strukturierung folgt jedes Kapitel dem gleichen Aufbau mit fünf Hauptabschnitten: Zuerst wird anhand eines übergreifenden Beispiels die jeweilige Systemebene "erfahrbar" bzw. nachvollziehbar gemacht. Es folgt eine kritische Einführung in die theoretischen und historischen Hintergründe und das Verständnis dieses Konstrukts bis zum heutigen Erkenntnisstand, der dann ausführlich im dritten (Motivation) und vierten (Emotion) Abschnitt behandelt wird. Zum Abschluss werden Anwendungsbeispiele (jeweils inklusive eines Märchens, in dem die aktuelle Systemebene noch einmal deutlich wird) behandelt und schließlich folgen die Übungen. Das Kapitel 9 bietet zum Schluss noch eine Integration der bis dahin vorgestellten sieben Systemebenen, diskutiert verschiedene theoretische Ansätze, sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten der Systemdiagnostik.

Insgesamt lässt sich das Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie als sehr strukturiert und leserfreundlich beschreiben. Die ungewöhnliche Herangehensweise lässt die Kapitelüberschriften im ersten Moment willkürlich erscheinen, doch durch eine gute und ausführliche Einführung und Erklärung im Vorwort sowie im ersten Kapitel machen dem Leser die Inhalte sehr "schmackhaft". Die erweckte Neugier wird nicht enttäuscht, sondern eher noch durch interessant Zusatzinformationen oder Transfers (siehe Märchen), ergänzt. Das Lehrbuch mag auch zum Nachschlagen einzelner Begriffe anwendbar sein, letztlich sollte sich der Leser auf eine Gesamtbetrachtung des Feldes der Persönlichkeitspsychologie einstellen, ganz im Sinne des holistischen Konzeptes des Autoren.

 

Katharina Weweler über Julius Kuhl, Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Verfasser: Katharina Weweler
Datum: 11.12.2009
Rezension:
Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie
Motivation, Emotion und Selbststeuerung
von Julius Kuhl (2010)
Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG

 

Ich studiere nicht Psychologie, sondern Mechatronik, aber ich bin der Auffassung, dass dieses wichtige Thema „Persönlichkeitspsychologie“ ein wichtiges Thema ist, um sich Zuhause weiterzubilden.
Prof. Dr. Julius Kuhl ist seit 1986 Professor für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung an der Universität Osnabrück und brachte dieses Jahr zum ersten Mal sein Werk „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie -Motivation, Emotion und Selbststeuerung“ auf den Markt. Wie er selbst meint, dass ein handlungspsychologisches orientiertes Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie längst überfällig ist, und dass kann ich nur bestätigen, denn schaut man mal bei amazon.de gibt es nicht viele Werke die in diese Richtung schreiben.
Als ich das Buch in der Hand hielt, war mir klar, dass ich für das über 580 Seiten dicke Buch einige Zeit brauchen würde.

Mein erster Gedanke, als ich das Buch in der Hand hielt war, dass es ein sehr schönes Buch mit einem interessanten Cover ist, welches zum Lesen richtig motiviert und neugierig macht.

Insgesamt ist das Buch sehr gut aufgebaut, am Anfang des Buches gibt es ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, welches man auch immer wieder an den einzelnen Kapitel wiederfindet mit seinem ganzen Unterthemen in diesem Kapitel.
Das Buch besteht aus insgesamt 9 Kapiteln und einem Anhang. In Kapitel 1. geht es um „Einführung: Theoretische und methodische Grundlagen“, Kapitel 2 „ Gewohnheiten: Assoziationslernen, Objektwahrnehmung und Verhaltenspriming“, Kapiel 3 „Temperament: Impulsives Verhalten und Erregungsregulation“, Kapitel 4 „Affekt und Anzeizmotivation: Belohnung und Bestrafung“, Kapitel 5 „Stressbewältigung und Regression: Top-down- versus Bottom-up- Steuerung“, Kapitel 6 „Motive: Erfahrungsnerzwerke und Bedürfniskerne“, Kapitel 7 „ Sinn und Ziele: Kognitive Quellen der Handlungssteuerung“, Kapitel 8 „Selbststeuerung: Ich und Selbst“, Kapitel 9 „Integration und Ausblick“ und Anhang mit Literatur, Glossar, Autorenregister und Sachregister.

In seinem Vorwort geht der Autor selber auf den Aufbau seines Buches ein und beschreibt wie er es gemacht hat und wie er vorgegangen ist.
Das Buch „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie“ ist für mehrere Lernstufen aufgebaut. Der Hauptteil der einzelnen Kapitel ist normal groß gedruckt, ein kleiner Teil, immer mal wieder zwischen verschiedenen Absätzen klein gedruckt. Diese Abschnitte sind unterschiedlich lang, mal geht es über eine Seite, mal eine Seite und dann mal wieder nur ein paar Zeilen. Der Autor selber hat das normal gedruckte für jedermann gedruckt, so das Neustudenten die noch nicht so vertraut mit dem Thema sind, diese kleiner gedruckten Zeilen überspringen kann und einfach nur das normal gedruckte liest. Der Autor selber äußert sich dazu, indem er der Auffassung ist, dass man dabei überhaupt nicht merkt dass dort etwas fehlt. Und das kann ich nur Bestätigen. Es geht genau bei dem Thema und der Problematik weiter. Ich, als ganz normaler Laie, der bis jetzt nur mal sich privat mit dem Thema auseinander gesetzt hat, hat aber auch oft mit normal gedruckten Stellen seine Probleme und musste etwas in anderen Büchern nach Worterklärungen suchen. Und das obwohl im Buch immer wieder in blau hinterlegten Kästen „Begriffserklärungen“ gegeben sind.
Am Ende eines Kapitels gibt es immer einen Kapitelzusammenhang, welcher sehr informativ und das wichtigste Zusammenfast, dieser ist ebenfalls blau hinterlegt.
Was auch gerade für den Laien Zuhause, oder auch für Erstsemester gut ist, sind die Übungsaufgaben am Ende jedes Kapitels, diese sind verständlich geschrieben und die Lösungen sind im Internet zu bekommen, dann aber leider nur für Dozenten. Man müsste das Lehrbuch dann als Student seinem Dozenten vorschlagen, oder sich schlau machen, ob er sich die Lösungen besorgen kann und über die Aufgaben schauen kann. Aber ob das so möglich ist, ist eine andere Frage.
Das Lehrbuch ist besonders auf das Studium geschnitten, so steht in jedem 3ten Abschnitt eines Kapitels gerade der Forschungswichtige Teil und somit auch wichtige Teil für das Bachelor Studium.
Man muss dazu sagen, dass das Buch kein Nachschlagewerk ist, sondern ein Lehrbuch was aufeinander aufbaut und übergreifend in den Kapiteln ist. Man muss bei dem ersten Kapitel anfangen und von vorne bis hinten einmal durchlesen, um später auf Verweise in den hinteren Kapiteln antworten zu bekommen. Im letzten und somit 9. Kapitel werden die Erfahrungen mit einer sogenannten Fallbesprechung verbunden, wo man sich mit dem Thema nochmal intensiv auseinander setzen kann.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein sehr schönes und interessantes Buch ist, gerade für Erstsemester und Fortgeschrittene Studenten, bestens geeignet. Für den Laien Zuhause nicht so zu empfehlen, dafür ist das Buch zu sehr an den Bachelor Abschluss angepasst und an Lösungen bei den Übungsaufgaben zu kommen, vermutlich sehr schwer.
Das Buch „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie- Motivation, Emotion und Selbststeuerung“, ist sehr facettenreich und sehr an den aktuellen Forschungsstand angepasst, es ist sehr ausführlich und für das Studium sehr hilfreich, gerade auch das Preis- Leistungsverhältnis ist sehr gut.


Julius Kuhl
Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie- Motivation, Emotion und Selbststeuerung
ISBN: 978-3-8017-2239-5

 

David Berron über Kuhl, Julius: Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Kuhl, Julius: Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie – Motivation, Emotion und Selbststeuerung. Göttingen: Hogrefe 2009.
Das Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie von Julius Kuhl weist eine auffallend andere Architektur als bisherige Lehrbücher zu diesem Themengebiet auf. Die Inhalte sind nicht nach theoretischen Ansätzen, sondern nach Systemebenen geordnet, denen aktuelle Forschungsthemen zugeordnet sind. Diese Systemebenen sind Gewohnheiten, Aktivierung und Temperament, Anreize und Affekte, Stressbewältigung und Affektregulation, Bedürfnisse und Motive sowie Ziele und Selbstregulation.
Nach einer kurzen Einführung in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie stellt der Autor die oben genannten Systemebenen nacheinander in voneinander getrennten Kapiteln nach einem charakteristischen und durchdachten System dar, bevor er mit einer Integration der verschiedenen Systemebenen und einem Ausblick schließt.
Wie bereits erwähnt, ist der Großteil der Kapitel auf eine bestimmte Art und Weise gegliedert. In einem ersten Abschnitt führt der Autor kurz in die jeweilige Systemebene ein und gibt Begriffserklärungen sowie Definitionen. Im zweiten Abschnitt stellt er die Theoriegeschichte anhand bedeutsamer Forscher in diesem Gebiet dar. Der dritte Abschnitt bildet den zentralen Bereich jedes Kapitels, da hier empirische Befunde und vor allem aktuelle Forschungsergebnisse zur Sprache kommen. Im vierten Teil jedes Kapitels werden die Erkenntnisse aus der Emotionsforschung zu den entsprechenden Themen berichtet, bevor im fünften und letzten Abschnitt dann anwendungsbezogene Informationen gegeben werden, um den Transfer des Gelernten in die Praxis anzuregen und zu erleichtern. Jedes Kapitel schließt mit einer Sammlung von Übungen, die den Leser zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit dem Stoff motivieren sollen. Im letzten Teil werden dann die Systemebenen noch einmal übergreifend behandelt und integriert.
Zu allererst fällt einem der, auf den ersten Blick, andersartige Aufbau des Lehrbuchs auf. Lässt man sich allerdings darauf ein, erkennt man schnell die dahinter stehende Intention des Autors. Die Gliederung jedes Kapitels in einheitliche Abschnitte ermöglicht eine sehr flexible Nutzung des Lehrbuchs, welche sehr gut an die entsprechenden Ziele des Lesers angepasst werden kann. Dadurch eignet sich das Lehrbuch auch besonders für Bachelorstudierende, die sich in einem ersten Schritt ausschließlich mit den für sie relevanten Abschnitten auseinandersetzen können. Generell scheinen die Studenten dem Autor besonders am Herzen zu liegen, so gibt er an vielerlei Stellen Tipps zum besseren Verständnis und zum Umgang mit den gelesenen Inhalten.

 

Kathleen Kühne über Julius Kuhl, Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Rezension zu
„ Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie –
Motivation, Emotion und Selbststeuerung“


Das „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie“ stammt aus der Feder von Prof. Dr. Julius Kuhl und erscheint 2010 im Hogrefe-Verlag. Es umfasst 584 Seiten und beinhaltet, neben Vorwort und Anhang, folgende 9 Kapitel:

  1. Einführung: Theoretische und methodische Grundlagen
  2. Gewohnheiten: Assoziationslernen, Objektwahrnehmung und Verhaltenspriming
  3. Temperament: Impulsives Verhalten und Erregungsregulation
  4. Affekt und Anreizmotivation: Belohnung und Bestrafung
  5. Stressbewältigung und Regression: Top-down- versus Bottom-up- Steuerung
  6. Motive: Erfahrungsnetzwerke und Bedürfniskerne
  7. Sinn und Ziele: Kognitive Quellen der Handlungssteuerung
  8. Selbststeuerung: Ich und Selbst
  9. Integration und Ausblick

Im Anhang befinden sich neben Literaturverzeichnis und Glossar, das Autoren- und Sachregister.

Kapitel 1 gibt, wie der Titel schon sagt, eine Einführung in theoretische und methodische Grundlagen.

Kapitel 2 bis 8 stellen einzeln die sieben Systemebenen Gewohnheiten, Temperament, Affekt und Anreizmotivation, Stressbewältigung und Regression, Motive, Sinn und Ziele und Selbststeuerung vor. Die Gliederung der Kapitel ist sehr systematisch und in 5 Teile gegliedert. Es gibt jeweils eine Einführung in die Systemebene. Hierauf folgt ein Abschnitt über die Theoriegeschichte. An dieser Stelle werden Theorien von Darwin, Freud, Pawlow und einigen anderen erläutert. Der dritte Teil gibt den aktuellen Stand der Forschung wieder. Es werden eine Auswahl an Untersuchungen vorgestellt und wichtige Erkenntnisse vermittelt. Bei diesem Abschnitt wird die große Sorgfalt des Autors deutlich. Im vierten Abschnitt wird, wenn es die Systemebene zulässt auf spezifische Entwicklungen in der Emotionspsychologie eingegangen. Den fünften Themenkomplex fand ich beim Lesen immer am interessantesten. Es werden Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Therapie, Philosophie und Psychopathologie besprochen und es schließt mit einem Märchenbeispiel oder Gedicht ab.

Im letzten Kapitel werden abschließend die sieben Systemebenen übergreifend beleuchtet.

Am Ende jedes Kapitels findet der Leser Verständnisfragen und Übungen vor. Dieses aktive Auseinandersetzen mit dem Gelesenen macht ein gutes Lehrbuch aus. Begriffserklärungen und kleine Übersichten befinden sich stets in blauen Kästen, Experimente und Vertiefungen sind auch blau hervorgehoben. Diese und weitere gestalterische Mittel erleichtern das Lesen ungemein.

Beim ersten Durchblättern des Inhaltsverzeichnisses ist man zunächst leicht verwundert über die Kapitelaufteilung, aber diese Verwirrungen löst der Autor im Vorwort und dem ersten Kapitel schnell auf. Er möchte ein handlungspsychologisch orientiertes Lehrbuch schaffen und ich denke dieses Ziel wurde erreicht. Die Persönlichkeitspsychologie ist natürlich ein sehr interessantes Thema und Kuhl hat es sehr gut geschafft dem Leser ein gut strukturiertes, ausführliches und dennoch verständliches Lehrbuch zu liefern. Besonders freut mich, dass auch der Neurobiologie ein großer Raum geschaffen wurde. Ich würde es Studenten und Professionals der Psychologie ebenso empfehlen wie dem interessierten Laien. Auch der Preis von 49,95 € ist nicht zu teuer für ein Lehrbuch dieser Qualität.

Kathleen Kühne, Hannover, im Dezember 2009

 

Susan Beudt über Julius Kuhl, Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Rezension: Kuhl, J. : Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie

Das zu besprechende „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie“ von Julius Kuhl, der seit 1986 als Professor für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung an der Universität Osnabrück tätig ist, liegt in dieser Form in 1. Auflage vor. Im Vergleich zu den bereits etablierten Standardwerken in diesem Fachgebiet folgt das vorliegende Werk nicht der gewohnten Struktur. So wird der Leser hier beispielsweise keine zusammenstellende Erläuterung der Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie vorfinden. Vielmehr wird in den einzelnen Kapiteln an inhaltlich passenden Stellen der ein oder andere theoretische Ansatz vorgestellt.
Kapitel 1 stellt zunächst theoretische und methodische Grundlagen dar. Hervorzuheben ist hierin die Tatsache, dass in Abschnitt 1.3 auch auf Neurobiologie und bildgebende Verfahren eingegangen wird. Ein auf diesem Gebiet eventuell wenig vorgebildeter Leser wird somit auf jene Abschnitte vorbereitet, welche sich mit dem aktuellen Forschungsstand der entsprechenden Systemebene befassen.
Damit komme ich zu den Systemebenen und eben jenem Aspekt, an dem sich der Aufbau des Buches orientiert. Kapitel 2-8 beinhalten Theorien und Forschungsergebnisse zu jeweils einer der 7 Systemebenen Gewohnheiten, Aktivierung und Temperament, Affekt und Anreiz, Stressbewältigung, Motive, Ziele oder Selbststeuerung. Jedes Kapitel enthält 5 Hauptabschnitte, welche über die Kapitel hinweg jeweils gleiche Aspekte beleuchten (Erläuterung der Systemebene, Theoriegeschichte, Forschungsstand, Entwicklungen der Emotionspsychologie, Anwendungsbeispiele). Der Transfer von Wissen zwischen den einzelnen Kapiteln, also Systemebenen, wird somit erleichtert. So wird im 1. Hauptabschnitt eines jeden Kapitels die Erklärung der entsprechenden Systemebene anhand desselben Beispiels (dem sogenannten Korrumpierungseffekt) vorgenommen und dadurch der vom Autor intendierte bessere Vergleich der verschiedenen Motivations-, Emotions- und Persönlichkeitstheorien ermöglicht.
Im abschließenden Kapitel 9 interessierten mich besonders die Abschnitte zu den Interaktionen der Systemebenen. Hier kann durch den Rückgriff auf Inhalte vorangegangener Kapitel Wissen integriert und weiter gefestigt werden.
Zur Unterstützung des Lernprozesses offeriert jedes Kapitel dem Leser abschließend Fragen und Übungsaufgaben zum Text. Entsprechende kurze Beispielantworten sind auf der Internetseite des Verlages zu finden.

Komplettiert wird das Lehrbuch durch das Inhaltsverzeichnis, in dem ich mir angesichts der bis zu 4 Unterebenen zusätzlich eine optische Hervorhebung der Hauptebenen gewünscht hätte, das Glossar, sowie getrennte Autoren- und Sachregister.

Aufgrund des leicht verständlichen Schreibstils ermöglicht das Lehrbuch eine schnelle Erfassung und Einordnung der Wissensinhalte. Das Layout ist dezent gehalten: Mittels weniger Blautöne werden bestimmte Textbereiche und Grafiken sowie in Kästen dargestellte Begriffserklärungen, Beispiele, Kapitelzusammenfassungen, Experimente und Vertiefungen hervorgehoben.

Für mich stellte das besprochene Lehrbuch und seine Struktur anfangs eine Umstellung dar. Da mir zudem eine differenzierte visuelle Aufarbeitung der Lerninhalte durch verschiedene Farben und Kastenarten das Lernen sehr erleichtert, könnte ich mir eher weniger vorstellen, dieses Lehrbuch als Basisliteratur für Prüfungsvorbereitungen zu nutzen. Empfehlen würde ich das vorliegende Werk jedoch als Zusatzliteratur bei der Prüfungsvorbereitung und für interessierte Studenten und Wissenschaftler, die dem Gebiet der Persönlichkeitspsychologie vielleicht einmal aus einer anderen Perspektive heraus begegnen möchten.

Susan Beudt

 

Eugenia Lazaridis über Julius Kuhl, Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Kuhl, Julius (2010). Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie. Göttingen: Hogrefe

Julius Kuhl beschreibt in dem „Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie“ die Persönlichkeit des Menschen in Verbindung mit der Motivation und Emotion. In insgesamt neun Kapiteln werden Persönlichkeitstheorien, sowie grundlegende Motivations- und Emotionserkenntnisse, aber auch neurobiologische und differentielle Forschungsergebnisse betrachtet und miteinander in Verbindung gesetzt.

Die einzelnen Kapitel sind die Einführung mit den theoretischen und methodischen Grundlagen, die die Persönlichkeit in sieben Systemebenen steuert: Gewohnheiten, Temperament, Affekt und Anreizmotivation, Stressbewältigung und Regression, Motive, Sinn und Ziele und Selbststeuerung. Das letzte Kapitel stellt eine Integration und einen Ausblick des Gelernten dar. Abschließend finden sich im Anhang das Literaturverzeichnis und ein kurzes Glossar, mit den wichtigsten Begrifflichkeiten, sowie das Autoren- und Sachregister.

Jedes Kapitel ist nach dem gleichen Schema aufgebaut, was sehr hilfreich bei der Bearbeitung ist. Die Inhalte des Kapitels werden vorgestellt, es folgt die Theoriegeschichte mit den jeweiligen Theoretikern und ihren Theorien und den Emotions- und Motivationstheorien. Danach werden einzelne, ausgewählte neue, aber auch ältere Untersuchungen dazu vorgestellt. Abschließend helfen Anwendungsbeispiele aus der Welt der Märchen und Dichtung, das Gelernte weiter zu verinnerlichen und den Blick damit nicht nur auf das teilweise abstrakte Wissen der Psychologie zu legen. Die Verständnisfragen und Übungen am Ende jedes Kapitels lassen das Gelernte noch einmal rekapitulieren.

Das Buch richtet sich vornehmlich an Studierende der Psychologie und in diesem Bereich der Bachelor-Studenten. Zugleich sollte der Studienplan auf das Buch abgestimmt sein, da es sonst sehr schwierig wird, den Inhalten, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe so zu folgen, dass man diesen auch in vollem Umfang folgen kann. So ist es beispielsweise für das inhaltliche Verständnis recht schwierig neurobiologische Begrifflichkeiten zu lesen, kurz zu erklären und auch in einigen Abbildungen bildlich darzustellen. Das allein aber reicht nicht aus, um das alles in dem Kontext sehen können, der dazu nötig ist. Dazu ist es dann doch hilfreicher Literatur aus der Neurobiologie, Allgemeinen Psychologie und auch Differentiellen Psychologie zusätzlich hinzuzuziehen. Durch den großen inhaltlichen Umfang des Buches fallen die Ausführungen der Theorien, insbesondere der Persönlichkeitstheorien etwas schmal aus, als Ausgleich dazu werden allerdings die Experimente recht anschaulich erklärt.

Das letzte Kapitel, die Integration und der Ausblick, hilft einem nach der Durcharbeitung des Lehrbuches, noch einmal anhand der übersichtlich dargestellten Verbindungen der Persönlichkeits-, Motivations- und Emotionstheorien diese zu verstehen und verweist noch einmal zum Nachschlagen auf die einzelnen Kapitel.

Sehr gut an diesem Lehrbuch sind die zahlreichen Abbildungen und die verständlich erklärten Experimente. Ebenso werden wichtige Begriffe umgehend als solche hervorgehoben und erklärt. Dies ist zum einen sehr vorteilhaft, zum anderen allerdings im Lesefluss, durch ständige Klammern und kursive Wörter, teilweise sehr störend. Didaktisch wertvoll hingegen bündeln die Kurzzusammenfassungen in den Unterkapiteln das Wichtigste.

Was sehr negativ hervorsticht, ist die Makrotypografie, durch das Verwenden verschiedener Schriftgrößen und -arten, verbunden mit dem häufigen Einrücken von vom Autor als wichtig Erachtetem. Auch wenn die vom Autor deklarierten anspruchsvollen Passagen markiert sind, stellen sie doch eine Ablenkung dar. Die Seiten wirken teilweise, wenn Begriffserklärungen, normaler Text und Experimente zusammenkommen, sehr überladen.

Für Studierende im Diplomstudiengang Psychologie dient dieses Lehrbuch als gute Zusammenfassung und Einbettung der bereits gelernten Theorien und lässt die Beziehungen zwischen den theoretischen Ansätzen der Persönlichkeits-, Motivation- und Emotionspsychologie von einer weiteren Seite aus betrachten.

Bremen, Dezember 2009
Eugenia Lazaridis

 

Katja Macher über Julius Kuhl, Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie (Hogrefe Verlag)

Rezension:
Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie
Motivation, Emotion und Selbststeuerung
Julius Kuhl

 


Das im Hogrefe Verlag erschienene Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie von Julius Kuhl weist thematisch einen breit gefächerten Inhalt auf. Kuhl bespricht neben theoretischen und methodischen Grundlagen die Themen Gewohnheiten, Temperament, Affekt und Anreizmotivation, Stressbewältigung und Regression, Motive, Sinn und Ziele und Selbststeuerung. Für jedes dieser Themenfelder spannt er einen großen Bogen, der von der historischen Sicht auf das Thema über grundlegende Theorien und aktuelle Forschungsergebnisse bis hin zu einer philosophischen und neurobiologischen Sichtweise. Ein Anwendungsteil mit Verständnisfragen und Übungen sowie Diskussionsfragen für zu Hause oder in Kleingruppen schließen jedes Kapitel ab.
Das Lehrbuch gibt einen sehr umfassenden Überblick über die Themen Motivation, Emotion und Selbststeuerung. Die gut gemeinte Fülle von Informationen, erweist sich jedoch bei den dicht bedruckten Seiten mit den kargen Überschriften und nüchternen Abbildungen als sehr nachteilig, wenn man dieses Buch tatsächlich als ein Lehrbuch zur Vorbereitung auf Vorlesung und Prüfung nutzen möchte. Die Kapitel sind so vollgepackt mit verschiedenen Sichtweisen auf das Thema, dass schnell der rote Faden verloren geht und am Ende die Frage bleibt, was nun tatsächlich für das Studium wichtig ist. Zwar tauchen hin und wieder Kästchen mit Zusammenfassungen auf, doch diese sind wiederum so knapp gefasst, dass beim Leser ein Misstrauen bleibt, ob dieses kleine Kästchen tatsächlich die wichtigsten Punkte der letzten 30 Seiten enthält oder man doch etwas übersehen hat.
Somit ist dieses Lehrbuch für den praktischen Gebrauch im Studium eher belastend als entlastend. Lediglich das umfassende Glossar mit verständlichen und knappen Erklärungen zu den im Buch behandelten Themen zeigt sich als nützlich für die Vorbereitung auf Prüfungen.
Nutzt man dieses Lehrbuch jedoch als ein Lesebuch, um darin ein wenig zu schmöckern und Anregungen zu den verschiedenen Themen zu finden, so zeigt sich dieses Buch als eine Fundgrube verschiedener Sichtweisen und Querverweisen auf angrenzende Gebiete.

Katja Macher

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