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Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen (Psychosozial-Verlag)

Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen (Psychosozial-Verlag)

Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen (Psychosozial-Verlag)
  • Salmon, Gillian; Dover, Jenny,
  • Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen
  • Buchreihe: Psychoanalytische Pädagogik
  • 232 Seiten, Broschiert, Format: 148 x 210 mm
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Erschienen im Februar 2011
  • Aus dem Englischen von Marc Willmann
  • ISBN-13: 9783837920628

Das vorgestellte Verfahren der Pädagogischen Psychotherapie bezieht grundlegende Erkenntnisse der Psychoanalyse direkt auf die Störungen kindlicher Lernprozesse und schließt dadurch die Lücke zwischen Theorie und Praxis der Psychoanalytischen Pädagogik. Die theoretischen Grundlagen zur Psychodynamik kindlicher Lernprozesse werden durch vier Fallstudien anschaulich erläutert. Vor diesem Hintergrund werden unter anderem Techniken und Materialien zur Einzelarbeit, ethische Überlegungen zur Arbeit mit Kindern und die Bedeutung von Therapiebeginn und -abschluss dargelegt.

Die vorliegende Einführung richtet sich an Pädagogen, die mit Kindern mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten arbeiten, und bietet einen Ansatz, der tiefer geht als die üblichen »Tipps und Tricks« für Lehrer. Dabei werden der Entstehungshintergrund und die zentralen Merkmale der Pädagogischen Psychotherapie herausgearbeitet.

 

Jasmin Göttinger über Gillian Salmon/Jenny Dover, Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen (Psychosozial-Verlag)

Uni-Online-Rezension von Jasmin Göttinger

Rezensiert wird das Buch mit dem Titel »Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen« von Gillian Salmon und Jenny Dover, Psychosozial-Verlag, deutsche Erstveröffentlichung, Erscheinung 2011, Gießen. Der Titel der Orginalausgabe lautet: »Reaching and Teaching Through Educational Psychotherapy. A Case Study Approach«.

Dieses 232 Seiten starke Fachbuch im Softcover ist in einer leicht verständlichen Sprache verfasst und fesselt des Leser auf besonders einfühlsame Art und Weise zum Weiterlesen. Für knapp 25 Euro ist es seit März 2011 in Deutschland im Handel erhältlich und meiner Ansicht nach ist dieses Geld für ein so hilfreiches und praxisnahes Buch keinesfalls zu viel.


Zum Inhalt:
Der Inhalt ist wie folgt gegliedert:

Danksagung

1. Einleitung
2. Osman: Ein in sich zurückgezogenes Kind, das keine Beziehungen eingehen kann (Fallstudie)
3. Diagnostische Zugänge zu emotional-sozialen Lernschwierigkeiten
4. Maria, deren Lernen durch Ablehnung, Trennung und Verlusterfahrungen gehemmt wird (Fallstudie)
5. Ethnische Überlegungen zur psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern
6. Tario, ein Kind, das von seinen destruktiven Fantasien verfolgt wird (Fallstudie)
7. Weiterführende Diagnostik und Fördermethoden: Technik der Einzelarbeit und der Arbeit im Klassenzimmer
8. Kevin, ein unsicheres Kind unter unberechenbaren Erwachsenen (Fallstudie)
9. Der Einfluss von Beendigungen und Anfängen auf die Lernleistungen von Kindern
10. Netzwerke: Elternarbeit und Kooperation mit professionellen Helfern als komplexe Aufgabenstellung
11. Fazit

Glossar
Literatur
Namen- und Sachregister

Wie bei dieser Auflistung sehr deutlich wird, besteht knapp die Hälfte aus ausführlichen Beispielen, die Schritt für Schritt auseinander genommen werden und so besteht ein sehr enger Bezug von Theorie zur Praxis und andersrum. In den beschriebenen Fallbeispielen ist immer die Rede von Kindern, die schon sehr früh in ihrem Leben Beeinträchtigungen im Lernen erfahren mussten. Durch diese frühe Situation ist es ihnen nicht möglich die Schwierigkeit in Worte zufassen.


Persönliches Resümee:
Salmon und Dover gelang mit diesem Buch, ein spannendes und zugleich informatives Werk für alle Berufsgruppen im pädagogischen und psychologischen Berufsfeld sowie für engagierte und interessierte Eltern und Jugend-/Sozialarbeiter.

Die Autoren schreiben unter anderem, nicht alle Kinder, die eine pädagogische Psychotherapie bräuchten haben die Chance auf eine solche therapeutische Hilfe, aber vielen Kindern könnte bereits durch eine psychoanalytisch orientierte Schulpädagogik und/oder therapeutisch-pädagogisch arbeitenden Lehrkräften viel geholfen werden. Nehmet diesen Appell möglichst in eure Arbeit auf und ihr werdet Kinder glücklich machen.

Als persönliches Resümee kann ich nur sagen, dass mich der Titel und das Fachgebiet wirklich sehr interessieren und ich als Egotherapeutin teilweise auch berufliche Vorkenntnisse und Fachwissen habe, die allerdings durch dieses Buch aufgefrischt, ergänzt und nochmals meinen Blick geschärft haben, auch meine erzieherischen Methoden zu überdenken und nicht immer nur fördern, fördern, fördern in den Mittelpunkt stellen, sondern die persönliche Beziehung als Basis setzen und dann die Problematik an ihrem WIRKLICHEN Ursprung zu beheben. Den Kindern ein gutes Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit, Bestätigung und Selbstständigkeit zu ermöglichen ist für mich eines der schönsten Dinge im Leben!
Ich stelle dieses Fachbuch auf mein Regalbrett »gute Fachliteratur – sehr gute und hilfreiche praktische Beispiele – unbedingt nochmals lesen«.

 

Timo Fahle über Gillian Salmon/Jenny Dover, Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen (Psychosozial-Verlag)

Uni-Online-Rezension von Timo Fahle

Das Buch »Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen« wurde verfasst von Gillian Salmon und Jenny Dover, erschien im Psychosozial Verlag 2011. Das Werk wurde aus vier Fallstudien konstruiert, die von Lehrerinnen in ihrer Ausbildung verfasst wurden.

Die beiden Autorinnen: Gillian Salmon arbeitete als Lehrerin und leitende Psychologin und hat jetzt ihre eigene Praxis für psychologische Erziehungsberaterin, Pädagogische Psychotherapeutin und Superiorin. Hingegen ist Jenny Dover Pädagogische Psychotherapeutin im psychiatrischen Dienst für Kinder und Erwachsene, mit ebenfalls der gleichen Vergangenheit als Lehrerin.

Das Buch richtet sich vor allem an Leser, die sich mit Pädagogischen Hintergrund beschäftigen, Personen die mit Kindern mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten arbeiten. Das Buch gibt nicht nur Tipps und Kniffe, sondern erklärt dem Leser den Hintergrund der Materie und die zentralen Merkmale.

Inhaltlich ist das Buch strukturiert aufgebaut, insgesamt verfügt es über 236 Seiten.
Nach einem Inhaltsverzeichnis, welches nur eine Seite lang ist, erfolgt eine Danksagung an die vier Damen die für die Fallstudien zuständig waren. Nach einer kurzen Einleitung erfolgt dann gleich der Einstieg in die Thematik.

Inhaltlich ist das Buch folgendermaßen in die vier Fallstudien eingeteilt:

1. Osman: Ein in sich zurückgezogenes Kind, das keine Beziehungen eingehen kann
2. Maria, deren Lernen durch Ablehnung, Trennung und Verlusterfahrungen gehemmt wird
3. Tariq, ein Kind, das von seinen destruktiven Fantasien verfolgt wird
4. Kevin, ein unsicheres Kind unter unberechenbaren Erwachsenen

Die einzelnen Fallstudien sind jeweils immer noch mit einem weiteren einführenderen Thema versehen. Am Ende des Buches gibt es noch ein Fazit, worauf sich ein sehr ausführliches Glossar anschließt. Zum Schluss dann noch ein Literaturverzeichnis und ein Namen- und Sachregister.

In dem Buch gibt es keine Grafiken, Bilder oder Diagramme. Der Text ist kalt untereinander geschrieben und schreckt im ersten Moment ab, das Buch zu lesen. Die doch gute Gliederung der einzelnen Abschnitte, lassen das Verständnis des Textes verbessern. Das heißt, die Fallstudien sind in sich noch mehrfach mit Überschriften versehen, welche allerdings nicht im Inhaltsverzeichnis auftauchen. Sonst wäre das Inhaltsverzeichnis vermutlich auf 2 ½ Seiten erweiterbar.
Auch das Buchcover ist schlicht gehalten, das dunkelgrün mit dem verblassten gelben Buchtitel laden im ersten Moment auch nicht zum Lesen ein. Das abgebildete Kind auf dem Titelbild weist schon gut, auf die doch schwere und emotionale des Buchthemas hin.

Für mich ist das ein sehr gelungenes Buch, für Menschen und Psychologen, die sich mit dem Thema Pädagogische Psychotherapie bei emotional-sozialen Lernstörungen beschäftigen. Es hilft sicherlich weiter und gibt dem Leser ein besseres Verständnis für Kinder mit solchen Schwierigkeiten. Auch zu empfehlen für MitarbeiterInnen in psychologischen Kindereinrichtungen, wie Kinderheimen und Kinderstätten für schwererziehbare Kinder.

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