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Studieren in China
Studieren in China ist ein Abenteuer für sich ... |
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Das unbekannte Land Studieren in China ist ein Abenteuer für sich. Selbst der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) weiß nicht genau, wie sich das chinesische Studentenleben gestaltet - der derzeit "aktuelle" Studienführer datiert von 1988. Wer nur mit gesicherten Informationen abreisen will, muß warten, bis die seit einigen Monaten eingerichtete Außenstelle des DAAD in Peking neue Daten schickt.
Am Anfang steht ein TestAlle anderen können auf eigene Faust loslegen. Zahlreiche Fachrichtungen, von der traditionellen chinesischen Medizin bis zum Schiffsbau, können in China von ausländischen Studenten belegt werden. Dazu müssen jedoch bei einem Test ausreichende Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Die einzelnen Universitäten bieten Einführungs-Sprachkurse an, möglich ist aber auch ein vorgeschaltetes Jahr am Spracheninstitut in Peking. Die Eingangsprüfung entscheidet auch über die Einstufung innerhalb des jeweiligen Fachstudiums - Studienleistungen von deutschen Hochschulen werden nicht angerechnet. Nur ein bereits abgeschlossenes Hochschulstudium ermöglicht die Zuordnung "Senior Advanced Student". Dieser Status bringt bessere Zugangsmöglichkeiten zu Bibliotheken und Forschungseinrichtungen mit sich.
Drei Dollar für ein Bett An den einzelnen Unis gibt es "Ausländerabteilungen", die sich um die Betreuung der "Liuxuesgeng", der ausländischen Studenten, kümmert. Eine zweischneidige Sache: Es ist zwar recht bequem, wenn alle Formalitäten von den Betreuern erledigt werden. Ein Gefühl der Kontrolle und Abhängigkeit drängt sich jedoch unweigerlich auf.
Chinas Universitäten sind ähnlich organisiert wie in den USA. Eigene, abgegrenzte Gelände mit Unterrichts- und Wohngebäuden, Sportplätzen, Geschäften, Restaurants und meist auch einem Krankenhaus. Da die Wohnungen für Ausländer in China staatlich begrenzt und äußerst teuer sind, empfiehlt es sich, sich in den Wohnheimen der Universität einzumieten.
Eine der renommiertesten Fremdsprachenuniversitäten in China ist die "Bejing Language and Culture Universitiy". Sie ist allerdings für chinesische Verhältnisse etwas teuer - die Semestergebühren pro Semester betragen 1050 Dollar. Mittlerweile gibtes in Peking Dutzende von Universitäten aller Richtungen, die günstige Sprachkurse für Ausländer anbieten. Für ein Bett im Doppelzimmer zahlt man zwischen drei und 20 Dollar die Nacht, für Essen und sonstige Ausgaben muß man mit 150 bis 300 Mark im Monat rechnen. Das Wintersemester beginnt in der Regel im September und dauert bis Januar, das Sommersemester von Februar bis Juni.
Adressen von Universitäten, Infos über Stipendien und ähnliches gibt`s über den DAAD in Bonn.
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